DeMut – eine längst vergessene Eigenschaft

Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit der Frage: „Was ist der Sinn meines Lebens?“ Sie befinden sich auf der Suche nach sich selbst und Begriffe wie Spiritualität, neues Bewusstsein, Aufstieg und Energiearbeit sind in aller Munde. Viele von ihnen entdecken plötzlich ihre hellsichtigen und hellfühligen Fähigkeiten, wobei man sich doch oft fragt, ob das bei manchen mehr Gerede und Getue ist. Nicht jeder erscheint da glaubwürdig. Doch dieser Gedanke sei mal dahin gestellt. Es ist jedoch ein Fakt, dass sich übersinnliche Wahrnehmungen häufen und eine Menge an Leuten, die sich als Medium bezeichnen, in der Öffentlichkeit auftreten.

Hellhörig oder hellsichtig sein, eine Begabung, die früher nur den Kartenlegerinnen oder Hohepriestern vorbehalten war, ist heute salonfähig. Ein Phänomen, das wie allerorts erklärt, mit der Veränderung des Erdmagnetfeldes zusammenhängt. Ja, es ist auffällig, wie viele Leute sich mit diesen Themen beschäftigen und damit in die Öffentlichkeit gehen. Doch nur wenige leben es auch wirklich! Für viele ist Spiritualität auch nur eine weitere Möglichkeit, ihr Ego aufzublähen und den sich noch im Mangel befindenden Persönlichkeitsanteilen etwas Ruhm und Anerkennung zu schenken.

Nun, aber worüber bei all dem Hype um die Wahrnehmungen und außerkörperlichen Erfahrungen, zu denen der Geist fähig ist, niemand spricht, ist die Basis – das sogenannte solide Fundament. Die wenigsten Spirituellen sind geerdet. Nur in den geistigen Sphären umherschwirren, hilft auf Dauer bei der Lösung ihrer emotionalen und physischen Probleme nicht weiter. Am Ende quatschen die meisten auch nur nach, was andere erzählt haben und glauben am Ende sogar, es selbst gedacht und gefühlt zu haben. Wenn das alles so toll wäre – wie die 7 berühmten Schritte zum Erfolg versprechen, warum kriegen so viele spirituell orientierte Menschen ihre Füße nicht auf den Boden? Warum schaffen sie es nicht, finanziell gut da zu stehen? Ja, sie arbeiten und arbeiten und helfen und helfen, doch wo bleibt das Geld?

Der Grund dafür ist ganz einfach. Wir haben DEMUT verlernt. Demütig sein! Wir glauben nämlich gern, schon weiter zu sein, als wir es in Wahrheit sind. Und das wird uns beim Blick aufs Konto bewusst. Eben innen wie außen – ganz richtig!

„Aber wir sind doch schon so weit und haben so viel verstanden und aufgelöst. Ja, und wir glauben… wir vertrauen… wir meditieren… und wir üben uns im Beten.“

Ja, das ist alles gut, aber eine ganz entscheidende Sache fehlt: DEMUT

Demütig sein bedeutet, den MUT zu haben zu dienen und auch mal einen Job zu machen bzw. einer Tätigkeit nachzugehen, die weder spirituell noch „reinen Geistes“ ist – die man eben so gar nicht mehr machen möchte.

Reinen Geistes ist man dann, wenn man auf allen Daseinsebenen sein kann, ohne Ablehnung zu empfinden. Wie oft hören wir uns selbst sagen: „Ich kann viel mehr! Ich setze mich doch nicht mehr in so ein Büro! Ich und kellnern? Niemals.“

Warum nicht?

Das Leben ist unser bester Lehrer. In der Theorie geht immer alles ganz einfach. Aber in der Praxis, wenn man überleben will, seine Rechnungen bezahlen muss, dann will uns das Leben mit einem kleinen Aushilfsjob helfen, und was machen wir? Wir schlagen ihm die Tür vor der Nase zu. So erkennen wir nie, was es uns sagen will und wir lernen auch nichts mehr dazu.

Wie groß ist Deine Ablehnung, dies oder jenes zu tun?

Daran erkennst Du, wie stark Dein Ego noch am Wirken ist. Erst wenn wir unsere Situation als das annehmen, was sie ist, kann es eine Veränderung geben. Und annehmen heißt nicht etwa aufgeben, im Gegenteil. ANNEHMEN heißt ABGEBEN – die Situation annehmen und seiner derzeitigen Arbeit mit bedingungsloser Hingabe und Liebe nachgehen … und darauf vertrauen, dass alles seinen tieferen Sinn hat und unsere Träume auf einem anderen Weg in Erfüllung gehen.

Also wenn Du heute Zeitungen austrägst oder auf dem Feld Kartoffeln einsammelst oder mal für 10 Euro den Keller Deines Nachbarn entrümpelst, dann tue dies mit Hingabe. Erst dann bist Du wieder offen und bereit für ein Wunder. Und wer weiß, vielleicht steht es ja schon direkt vor Dir und Du erkennst es nur noch nicht.

Leider verbinden wir das Wort DEMUT immer noch mit „demütigen – herabsetzen – niedrig sein, untergeben sein, in Knechtschaft leben und keinen eigenen Willen haben dürfen.“

Worum geht es hier wirklich?

Du willst mehr vom Leben? Du willst mehr Sinn und Wachstum erfahren? Dann hab mehr Mut zum Dienen!

Denn Mut ist, wer tut!

Motiv aus Dixit(5) Daydreams

Das Motiv dieses Artikels stammt aus dem Spiels Dixit(5) Libbelud von Jean-Louis Roubira und Franck Dion. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ Dieses Spiel für die ganze Familie entführt die Spieler in eine zauberhafte Welt.

Geschehen aus dem Alltag! Habt Ihr Anregungen dazu? Wir freuen uns auf Eure Meinung. Schreibt und teilt mit uns auf Facebook

Veröffentlicht von

Peggy Rockteschel

PEGGY ROCKTESCHEL Autorin, individuelle PR und Glückbringer.in "Jeder Mensch hat tief in sich eine Idee, von dem, was er sein will und warum er hier ist. Ich begleite Dich auf dem Weg des Erkennens und das Umsetzen in die gelebte Erfahrung. In einer INDIVIDUELL gestalteten BERATUNG erhältst Du das Werkzeug zur KLÄRUNG Deiner persönlichen Themen und lernst das Wahr-Nehmen Deiner beruflichen MÖGLICHKEITEN."

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