Weibliche Energie – Kraft des Empfangens!

Warum haben wir immer wieder das Gefühl, nichts wirklich Greifbares zu erreichen. Wir machen und tun, kämpfen und beginnen immer wieder von vorn, und doch bleiben unsere Träume unerfüllt. Nichts will richtig fruchten, nichts mit Nachhaltigkeit und von Dauer – NICHTS, WAS uns erfüllt.

Und wir fragen nach dem WARUM, aber machen wie gehabt weiter – glauben noch besser, noch fleißiger, noch perfekter, organisierter, klarer und härter sein zu müssen.

Irrtum! Wir haben es doch probiert, immer und immer wieder. Ja, wir sind talentiert, wir sind mutig, ehrlich und fleißig, aber was nützt es uns, wenn wir das Ziel nie erreichen. Wir machen und tun… genau.  Doch wir empfangen nicht!

Dieses Phänomen zeigt die einseitige Entwicklung unserer Welt. Wir empfangen nicht! Und warum? Weil wir das Weibliche in uns verdrängt oder vergessen haben. Wir leben und achten es nicht mehr in seiner ursprünglichen Kraft – die Kraft des Nährens, der Wärme, der Stille, der Geduld und Fürsorge. Mit anderen Worten, uns fehlt das Vertrauen in den Schoß des Mütterlichen, weil uns die Erdung fehlt. Stattdessen verlieren wir uns in Visionen und hechten rastlos Dingen und Menschen hinterher.

Die Lehrer, die Medien und großen Konzernbosse, sie alle suggerieren uns, noch mehr tun und sein zu müssen – auf Hochglanz gestylt, rund um die Uhr erreichbar, mobil vernetzt, weltweit aktiv und aller Sprachen mächtig … als Macher und Macherinnen. Niemand in den Führungsebenen sagt: „Gehen Sie doch heute mal in die Stille! Lassen Sie die Idee erstmal sacken und sinnen Sie im Wald über die weitere Vorgehensweise nach!“ oder „Gute Dinge müssen reifen und dafür brauchen sie Zeit und Raum. Fahren Sie in die Berge und lassen Sie sich inspirieren! Wir vertrauen Ihnen.“

Und genau DAS ist es, was uns fehlt. Wir brauchen mehr Raum/Zeit für innere Einkehr und wir brauchen mehr Liebe, um unsere physischen und geistigen Kinder zu empfangen. Mal nicht denken, nicht handeln, sich darstellen oder beweisen, sondern den Schalter bewusst umlegen und einfach mal nur geschehen lassen. Sich dem Moment hingeben und so annehmen, wie es jetzt gerade ist; sich inspirieren lassen; weich und fürsorglich mit der Schöpferkraft umgehen und … EMPFANGEN.

Die weibliche Kraft wird von vielen als „passiv“ verstanden und demnach als negativ empfunden. Doch seine Weiblichkeit zu leben, bedeutet: AKTIV und mit Freude empfangen, das Leben in sich aufnehmen, es nähren, schützen und Altes transformieren. Passiv zu sein, heißt nur nehmen und sich von außen mit etwas füllen. Diese Energie verpufft und hinterlässt nur Leere.

Jeder Mensch, ob Mann oder Frau, besteht aus weiblicher und männlicher Energie. Und für ein glückliches Leben braucht es das Gleichgewicht zwischen beiden. Damit ist nicht gemeint, dass jeder Mann zwingend eine Frau und jede Frau einen Mann braucht. Vergessen wir mal das Geschlecht der jeweiligen Person und bleiben wir bei den Energien. Dann nehmen wir wahr, was zwischen uns und in uns wirklich geschieht.

Wenn die männliche Energie überwiegt, werden wir viel denken und eher mit dem Verstand an die Dinge herangehen. Dann gehen wir tatkräftig voran, übernehmen Verantwortung, geben Energie ab und nehmen eine Führungsrolle ein. Wir sind Macher und stets in Bewegung – auch sexuell übernehmen wir die aktive Rolle. Die Energie will hinausgebracht, erfahren und ausgedehnt werden. Wir versprühen Kraft und Lebensenergie.

Das klingt alles super, und ist es auch. Doch die männliche Kraft kann nur etwas erschaffen, also physisch manifestieren, wenn die Erdung – das nährende und empfangende Prinzip gelebt wird. Diese Energie ist das Weibliche in uns. Sie ist die Kraft des Gebärens von Kindern, Taten und Projekten gleichermaßen. Sie gibt dem Männlichen seinen Nährboden und empfängt die Ernte – in Form von Erfolg, Fülle oder einem neuen Leben.

Eine klassische Ehe, die heutzutage in ihrer Rollenverteilung eher belächelt und als überholt angesehen wird, zeigt genau das. Der Mann geht arbeiten und versorgt materiell/finanziell die Familie. Wie früher der Jäger geht er hinaus, um Beute zu machen und seine Nachkommen zu ernähren, manchmal auch um zu kämpfen und seine Lieben zu verteidigen.

Das Weibliche hingegen hält das Feuer warm und umsorgt mit Nähe, Liebe und Fürsorge die Jungen, Alten und Kranken. So funktioniert ein in sich geschlossenes und ausgeglichenes System. Zumindest solange, wie sich alle Beteiligten wirklich mit ihren Energien im Gleichgewicht befinden, denn dies ist in der modernen Welt nicht mehr so einfach. Die Anforderungen an den Menschen als soziales und multikulturelles Wesen sind sehr hoch und sowohl der Mann als auch die Frau muss alles können. Die klassischen Rollen- und Energieverteilung ist heute anders. Viele Männer brechen unter dem großen Druck, alles allein zu stemmen, weg. Das Männliche wird überstrapaziert und das Weibliche zu wenig gelebt. So wie viele Frauen, wenn sie ausschließlich im Weiblichen weilen, nicht in die Tatkraft und Umsetzung ihrer eigenen Träume kommen. Da ein System von männlichen und weiblichen Energien gesteuert wird, versucht, sich aus sich selbst heraus zu erhalten. Ist dies jedoch nicht möglich, bricht es irgendwann zusammen. Dann funktionieren weder das Berufsleben noch unsere Beziehungen, weil wir nur noch damit beschäftigt sind, die fehlende Energie von außen zu bekommen. Und das tun wir meist, indem wir uns genau den oder die Partnerin suchen, der/die den Mangel gut auszugleichen vermag. Doch das geht auch nicht ewig gut. Solange wir jeweils nur die eine Energie leben und die andere blockieren bzw. ungenutzt lassen, bleiben wir unzufrieden und fühlen uns nur wie eine Hälfte, aber nicht GANZ.

Beispiel: Ein Mann, der Frauen ablehnt, weil er zu viel oder zu oft von ihnen enttäuscht wurde, wird auch in sich selbst das Weibliche ablehnen. Somit wird auch all seine Kraft im Außen verpuffen, ohne jemals wirklich etwas Handfestes zu erschaffen. Er wird immer wieder kämpfen und enorm viel Energie aufbringen, aber er wird nie ganz empfangen, auch wenn er Teilerfolge erzielt. Etwas wird immer fehlen, denn er verleugnet mit der Ablehnung des Weiblichen das Aufnehmende und Nährende seines eigenen Wesens.

Erst wenn er sich mit dem Weiblichen (innen wie außen) versöhnt und es als einen Teil seiner selbst annehmen und lieben lernt, wird dieser Mann Glück und Fülle erfahren. Da er jedoch das Weibliche ablehnt, wird er sexuell süchtig sein nach einer Frau. Er fröhnt eine Sucht, die ihn weder stillt noch wirklich erfüllt – weil er innerlich nicht empfängt. Und diese Frau ist eher männlich unterwegs, auch wenn sie rein äußerlich viele weibliche Vorzüge aufweist. Ein Mann, der das Weibliche ablehnt, sucht sich eine Frau mit überwiegend männlicher Energie. Und diese Frau kann somit auch seine potenzielle Kraft/Energie nicht empfangen und wird sich mit so einem Mann auch immer leer und unbefriedigt fühlen. Es entsteht kein Kreislauf der Energien, wo das Männliche Energie abgibt und vom Weiblichen empfangen wird. Im Schoss der Wärme wird diese Energie nicht umsorgt, genährt und genutzt, um dann aufzusteigen ins Herz und über die Herzensliebe wieder ausgestrahlt und abgegeben zu werden.

Ein intakter Kreislauf bedeutet Energiefluss: Der Mann gibt, die Frau empfängt; die Frau gibt wieder ab und der Mann empfängt … Wenn also der Mann/die Frau nicht empfangen kann, wird der Kreislauf unterbrochen und die Lebensenergie kommt zum Stillstand. Körperliche Ermüdung, Burnout und Krankheit finden hier ihren Ursprung.

Heutzutage sind viele Frauen alleinerziehende Mütter oder leben in Regionen des Krieges. Sie müssen daher mehr männliche Energie aufbringen, da die Männer fehlen oder versterben. Sie sind gezwungen, allein die Kinder zu versorgen und ihre Existenz zu sichern. Meist schwierige Umstände lassen Sie nur noch kopfgesteuert handeln. Das Gefühl der inneren Fülle und der Zugang zu ihrer Weiblichkeit sind abhanden gekommen. Sie arbeiten viel und trauen sich nicht mehr, das Stille und geduldig Wiegende in sich zuzulassen. Sie sind hart geworden und haben verlernt, zu vertrauen und zu empfangen.

Das Weibliche transformiert das Männliche, und wird das Weibliche nicht gelebt, kann das in sich Aufgenommene nicht umsorgt und auch nicht weitergegeben werden. Das Männliche wird somit nicht genährt und seine Kraft bleibt weiterhin ohne Substanz und ohne Wirkung.

Wenn beide Partner beide Energien im gesunden Wechselspiel leben, dann haben wir es auch mit zwei Individuen zu tun, die sich ergänzen und nicht mehr abhängig voneinander sind, um ihr Leben erfolgreich zu gestalten. Dann sind sie PARTNER im wahrsten Sinne des Wortes und erfahren LIEBE und FREIHEIT als EINS – fernab von jeglichen Anhaftungen, Erwartungen und Ko-Abhängigkeiten. Wenn diese zwei Energien im Innern ausgeglichen sind, wird auch das Sexualleben zur Erfüllung kommen, denn die Sexualkraft kann wieder kreativ und schöpferisch genutzt werden.

Mit anderen Worten: Das Leben fließt!

Die Wahrheitsforscher.

Motiv aus dem Spiels Dixit Daydreams. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ Dieses Spiel für die ganze Familie entführt die Spieler in eine zauberhafte Welt. Gezeichnet von den Künstlern Jean-Louis Roubira und Franck Dion.

Motiv aus dem Kartenspiel Dixit 5_Daydreams

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Veröffentlicht von

Peggy Rockteschel

PEGGY ROCKTESCHEL Autorin, individuelle PR und Glückbringer.in "Jeder Mensch hat tief in sich eine Idee, von dem, was er sein will und warum er hier ist. Ich begleite Dich auf dem Weg des Erkennens und das Umsetzen in die gelebte Erfahrung. In einer INDIVIDUELL gestalteten BERATUNG erhältst Du das Werkzeug zur KLÄRUNG Deiner persönlichen Themen und lernst das Wahr-Nehmen Deiner beruflichen MÖGLICHKEITEN."

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