Hält Dich die Wut gefangen? Dann lächle!

An manchen Tagen stehen wir mit verschlossenem Herzen vor Menschen, die uns sehr wehgetan haben und nun wieder Kontakt suchen. Und wir haben große Mühe, mit unseren Emotionen klarzukommen. Wut, Trauer, Gefühle der Beklemmung und das Bedürfnis, einfach nur unterzutauchen und für niemanden mehr erreichbar zu sein, wechseln sich ab. Das mag auch hin und wieder gut funktionieren, wenn da nicht der Gefühlsspeicher in unserem Resonanzfeld wäre. Alles, was wir verdrängen, wegschieben und aus Selbstschutz von uns weisen, ist deshalb nicht verschwunden, sondern wartet nur in Form von angestauter Energie bis zur nächstbesten Gelegenheit, um sich erneut bemerkbar zu machen. Und dann tritt es noch viel heftiger hervor.

Jeder von uns kennt die Momente einer so großen Verzweiflung, dass wir handlungsunfähig sind und es nicht schaffen, auf den anderen zuzugehen? Dann machen wir die Schotten dicht. Nun, sein Herz zu öffnen, ist ja auch nicht immer leicht, zumal wir ja glauben, das Opfer zu sein. Doch die Problematik zeigt, dass hier noch immer etwas im Verborgenen schlummert und nun geheilt werden möchte. Schicht um Schicht arbeitet sich der Konfliktstoff nach oben und fordert uns auf, über unsere Grenzen hinauszugehen. Auch wenn wir nicht wissen, wie das zu schaffen ist, ETWAS in uns weiß es genau. Es ist die liebevolle Stimme, die uns mitten im Streit zuflüstert und um Einhalt bittet. Es ist der reife Teil in uns und er meldet sich in solchen Momenten immer mit einem „HALT hier!“ Und wenn die Emotionen so hochkochen, dass wir nur noch Feuer speien, wird uns spätestens nach Beruhigung der Pulsfrequenz das eigene Fehlverhalten bewusst. Wir fühlen uns miserabel und werden von Schuldgefühlen geplagt. Je öfter wir also in solchen Situationen den Kopf verlieren und nicht auf unsere innere Weisheit hören, solange werden wir auch keinen Schritt weiterkommen.

Leben entwickelt sich in einer spiralförmigen Bewegung – von Stufe zu Stufe aufwärts. Und jede erreichte Ebene hält eine neue Lektion bereit. Lernen wir sie nicht, verharren wir solange an derselben Stelle bis der Leidensdruck irgendwann so groß ist, dass sich das Ego eine Auszeit nimmt. Erst dann wird der leise Herzensruf mit der Bitte um Versöhnung vernommen.

Du fragst Dich, warum sich Dein Leben nicht zum Positiven wendet? Weil Du noch zu viel Groll in Dir trägst. Und der zerfrisst Dich von innen. Wenn Du aber jedes unangenehme Gefühl bewusst wahrnimmst und es so annimmst, wie es gerade ist, und nicht gleich auf andere losgehst, um im Außen einen Schuldigen festzumachen, dann gelangt alles wieder in den Fluss.

Da kann ein Mensch Dich immer wieder zur Weißglut bringen und mit seinen Worten oder Taten hart treffen, doch Du erkennst, dass diese Person nur etwas aus Dir herausholt, was schon lange vorhanden ist, und der Schmerz Dich befreit.

Hier die drei Schritte zur Lösung:

Untersuche zuerst das Thema / Problem und nimm die Verletzung als solche an, ohne Deinem Gegenüber Vorwürfe zu machen.

Dann erkenne – auch wenn es schwer zu glauben ist, dass jeder Mensch stets nach seinem Bestmöglichen handelt und manches Verhalten nicht bewusst ist.

Und zu guter Letzt: Vergib Dir selbst! Verzeih Dir Deine Wut, Deinen Groll und das, was Du gedacht, gesagt und getan hast, um diese Situation so zu erschaffen.

Ja, und wie mache ich das, wenn der Schmerz und die Angst vor neuen Verletzungen so groß ist?“ fragst du dich sicherlich.

Nun, dann LÄCHLE.

Ja, das ist kein Witz. Wenn Du emotional feststeckst und wütend bist, erinnere Dich daran und lächle einfach. Auch wenn es schwer fällt, LÄCHLE! Und die Synapsen in Deinem Gehirn verknüpfen sich neu, sodass Du wieder klar denken kannst.

Lächle einfach, egal ob du Dich dazu zwingen musst. Lächle! Versuche es wenigstens, auch wenn sich Deine Mundwinkel nur ein bisschen nach oben schieben. Lächeln bewirkt Wunder. Und wenn sich die Verkrampfung löst, wirst Du es spüren.

Wir müssen nicht immer alles bis ins Detail verstehen. Unser Körper und unsere Seele sind ein gutes Team. Sie wissen genau, welches Thema gerade Erlösung sucht. Wenn Du lächelst, gibst Du Dir selbst die Erlaubnis, zu heilen und alles geschieht von ganz allein. Die Blockade löst sich auf und Dein Herzenslicht kann wieder strahlen.

Motiv aus dem Spiel Dixit (6) Memories

Das Motiv dieses Artikels stammt aus dem Spiels Dixit (6) / Libbelud von Jean-Louis Roubira und Carine Hinder & Jérôme Pélissier. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ Dieses Spiel für die ganze Familie entführt die Spieler in eine zauberhafte Welt.

Energieräuber!

Die unbemerkten Krankmacher.

Immer und überall mitreden müssen, Grenzen überschreiten und nicht merken, wann es zu viel des Guten ist. Viele Menschen haben das gesunde Maß an Anteilnahme und Hilfsbereitschaft verloren und schießen gern über die Ziellinie hinaus. Sie bemerken nicht, wann sie stören oder ein unangemessenes Verhalten an den Tag legen; sich zu Themen äußern und das Wort erheben, obwohl es gar nicht ihre Baustelle ist. Kurz: Sie mischen sich in fremde Leben ein!

Wer kennt sie nicht? Die nervige Mutter/Tante/Oma, die es ja eigentlich nur gut meint und glaubt, den Enkeln mit ihrer anstrengenden Überfürsorge Gutes zu tun. Dabei tun solche Menschen nur einem gut – sich selbst.

Warum meckern manche Leute immer an einem herum? Nichts von dem, was man macht, ist gut genug und wird sofort kritisiert. Gleich runterziehen und alles schlecht reden. Diese Menschen sind überall anzutreffen, nicht nur in der eigenen Familie.

Der Körper folgt dem Geist und so verhält es sich auch in unserem Kräftehaushalt. Wir alle bestehen aus Energie und unser Resonanzfeld sendet und empfängt unentwegt Informationen im Austausch mit Menschen, Orten und anderen Lebewesen. Menschen, die aus ihrer inneren Quelle mehr Energie zur Verfügung haben, ernähren mit ihrer Strahlkraft auch jene, die weniger besitzen. Und wenn sie nicht aufpassen, verlieren sie so viel, dass man das eigene Leben nicht mehr bewältigt und erschöpft zusammen bricht. Viele von uns haben bereits gelernt, ihren Energiehaushalt im Gleichgewicht zu halten, indem sie ihren Körper, Geist und Seele regelmäßig mit Bewegung in der Natur, Meditation, Massagen, Tanz und Musik auftanken, doch die hohen Anforderungen des Alltags – insbesondere in Großstädten – fordern einen hohen Preis. Man kommt bei dem Pensum an Arbeit kaum noch zur Erholung und die Energiereserven schrumpfen zusehends. Wer von uns schafft es schon, die Mittagspause im Wald zu verbringen? Nicht viele. Um so wichtiger ist es, mit seinen Kräften bewusst umzugehen und darauf zu achten, was oder wer einem Energie entzieht.

Was oder wer genau sind Energieräuber? Hier einige Beispiele:

Jeder von uns ist hin und wieder ein Energieräuber – und zwar dann, wenn wir uns grad selbst am Anschlag befinden und nur mit halber Kraft unterwegs sind. Nun, das beginnt schon früh am Morgen auf dem Weg zur Arbeit. Du erkennst die Energieräuber an ihrem aggressiven Fahrstil. Sie sind äußerst penetrante Drängler von hinten und wollen Dich zur Beschleunigung zwingen. Und wenn Du das vorgeschriebe Tempo beibehältst, scheren sie räderquietschend links aus und überholen Dich mit aufheulendem Motor. In so einer Situation reagieren wir in der Regel genervt und schauen mit unangenehmem Druck auf der Brust hinterher. Oder diese Motorradfahrer! Kennst Du diese ganz lauten Aufheuler, die plötzlich aus dem Nichts kommen und an einem vorbeibrettern? Da zuckt man regelrecht zusammen und erstarrt innerlich für einen Moment, weil man sich erst wieder sammeln muss. Es fühlt sich an wie eine alte innere Wunde, die jemand gerade aufgerissen hat. Besonders feinfühlige Menschen kennen diesen Schmerz sehr gut.

Ein weiteres Beispiel sind Menschen, die besonders langsam Auto fahren oder unerwartet aus einer Seitenstraße in die voll befahrene Straße einkehren und alle ausbremsen. So wie jene Menschen, die auf einer Hauptstraße mitten in der Rush-Hour anhalten, um in die einzige Einfahrt, die es weit und breit gibt, einzubiegen. Und das tun sie dann nicht irgendwie vorausschauend. Nein, sie fahren bis auf die Höhe der Tür und setzen erst dann den Blinker, so dass alle anderen Autos dahinter stehen bleiben müssen und mit waghalsigen Überholmanövern ihr Leben riskieren. So wird vom Energieräuber der ganze Verkehrsfluss blockiert und die Aufmerksamkeit der Autofahrer wie der Fußgänger durch Hupen und Rumfluchen erhascht. Diese Person hat sich auf diesem Wege wieder erfolgreich aufgeladen! Er / sie hätte ja auch ein paar Meter weiter fahren und in Ruhe wenden können, aber nein,  so ist es ja viel aufregender!

Besonders ältere Menschen rauben gern kostbare Lebensenergie – dies ist zum Teil alters bedingt aber auch ihren ermüdenden Gedanken zu verdanken, da sich diese oft nur ums Kranksein drehen. Die Wirkung einer positiven Einstellung ist besonders bei gesunden und mobilen Senioren zu sehen. Sobald der Geist offen und flexibel ist, wird auch der ganze Mensch beweglicher. Ihm / ihr steht dann wieder mehr Lebensenergie zur Verfügung. Viele Senioren gehen überwiegend gern in der Stoßzeit einkaufen, obwohl sie nicht mehr arbeiten und genug Zeit am Morgen hätten. Sie schieben uns ihren Einkaufswagen vor die Füße und verhindern gern den eleganten Griff nach dem Klosterkäse, verwickeln die Mitarbeiter in unverständliche Suchaktionen oder kramen im endlos tiefem Portemonnaie nach Kleingeld. So wie es niedrig schwingende Energien gibt, existieren auch höher schwingende und die sind besonders gut zu spüren, wenn man mal als Vergleich erst einen Massagetempel besucht und sich anschließend im Rotlichtmilieu einen Drink gönnt. Doch man muss keine abenteuerlichen Exkursionen unternehmen, um Energien zu erspüren. Hierfür reicht auch ein Waldspaziergang mit anschließender U-Bahnfahrt völlig aus.

Manche Menschen haben so wenig Energie, dass sie sich ständig über alles und jeden beschweren, sich aufregen oder herumschreien und somit die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Auch Kinder tun letzteres oft. Dies ist der Fall, wenn sie in einem Umfeld aufwachsen, wo nur wenig gesunder Energieaustausch möglich ist – vielleicht aus Mangel an Bewegung an der frischen Luft oder aufgrund schwerer Themen, die das Familienleben belasten.

Wer kennt das nicht? Du betrittst eine fremde Wohnung und spürst sofort, wie die Stimmung der Bewohner ist. Da kann das Mobiliar noch so modern und sauber geputzt sein. Das feinstoffliche Feld spricht eine deutliche Sprache und unser Körper versteht sie genau. Deshalb ja auch der Spruch: „Es ist nicht entscheidend, was jemand sagt, sondern welche Atmosphäre diese Person um sich herum schafft.“

Es gibt Menschen mit einer wuseligen Art. Man könnte ihre Lebensweise auch als chaotisch bezeichnen. Sie sind immer zerstreut, wiederholen sich ständig, beenden ihre Sätze nie, holen kaum Luft und unterbrechen andere mitten im Satz. Sie fahren unruhig Auto und scheren aus Ungeduld ruckartig aus der Spur, weil sie keinen Stau ertragen können. Sie vergessen ständig, wo sie geparkt oder ihre Papiere hingelegt haben. Es gibt auch Menschen, die ständig etwas umtauschen müssen. Egal, was sie kaufen, sie machen um alles ein Gezeter: „Der Knopf ist locker … Da ist ein Fleck… Der Gürtel ist zu lang oder… Oder… oder.

Manche fahren auch das Auto zur Tankstelle, wenn es hagelt und rennen wegen jeder Kleinigkeit los zum Einkaufen, nur weil sie sich nicht strukturieren und planen können. Eine innere Unruhe treibt sie an und mit ihrer unruhigen Art treiben sie andere in den Wahnsinn. Oft drehen sich Telefongespräche nur um Themen, was wann… wie… wo verloren gegangen ist oder irgendwo vergessen wurde. Das sind Energieräuber vom Feinsten.

Auch Ex-Partner, die gern noch Kontrolle über unser Leben haben möchten, können sich zu Profi-Energieräubern entwickeln. Womöglich tragen sie in diesem Fall noch viel Groll mit sich herum, der am eigenen Energiehaushalt zehrt, so dass ständig mit Smssen, Anrufen und herablassenden Spitzen gepiesackt wird. Natürlich mit nur einem einzigen Ziel … die Anderen bei Laune zu halten und ihnen Energie abzuknüpfen. Was übrigens in vielen Partnerschaften normal ist. Einer hat immer mehr Energie als der Andere und so speist der Lichtvollere sein Umfeld mit kostbarer Lebenskraft. Dies geht jedoch auf Dauer schief. Früher oder später wird sich das Ungleichgewicht zwischen den Beiden beim Energiespender auf physischer und psychischer Ebene mit zunehmender Ermüdung oder einer Depression bemerkbar machen. Womöglich landet man sogar im Burnout und erleidet einen Totalzusammenbruch. Manche Menschen rauben Dir Deine Energie sogar im Schlaf. Ihr Energievorrat ist so gering, dass sie Dir schon allein nur in Deiner Gegenwart die Kraft entziehen.

Folgendes hat wohl jeder schon erlebt. Der Partner kommt am Abend nachhause und schon am Gang und der Mimik ist sofort klar: „Oh je, wieder schlechte Laune!“ Da kannst Du gerade noch so gut drauf gewesen sein, Deine Stimmung und Dein Energielevel rauschen augenblicklich in den Keller.

Menschen, die nur negativ reden und immer das Glas halb leer sehen, saugen Dich aus wie ein Vampir und schwächen Deinen Kräftehaushalt. Hörst Du solchen Menschen zu, verlierst Du kostbare Lebenskraft. Ja, Du weißt genau, auf wen diese Beschreibungen in Deinem Leben zutreffen. Jene typischen Stimmungskiller, Meinungsmacher und Nörgler. Besonders an Elternabenden oder bei Firmenmeetings treten sie gern in Erscheinung. Auch bei Seminaren gibt es immer eine bestimmte Person, die so gar nicht wie der Rest der Gruppe tickt. Im Gegenteil, diese Person scheint Harmonie nicht zu ertragen. Sie nörgelt an allem herum und raubt mit ihren Einwänden, Fragen und Kommentaren den anderen Teilnehmern die Nerven. Sie findet alles doof und ist sowieso nur dagegen, um dagegen zu sein – so kommt es einem zumindest vor.

Energieräuber findet man überall. Auch unsere Haustiere, die in unser Energiesystem eingewoben sind, können richtige Energieräuber sein. So legen sie sich gern mitten in den Weg, damit wir sie auch ja bemerken. Oder am frühen Morgen im Wald. Da schlürft man an seinem Thermokaffee in der winterlichen Ruhe und plötzlich kläfft irgendwo ein Hund los. Und er hört auch nicht mehr auf. Da  hallt es von irgendwo dort drüben und nach hier hüben. Und aus gutem Grund steigt Wut in uns auf, denn trotz Richtungswechsel folgt uns der Lärm auf Schritt und Tritt.

Jetzt  haben wir genug Beispiele für Energieräuber aufgezeigt. Ach, zwei haben wir noch. Kennst Du die Menschen, die immer ganz laut telefonieren müssen – im Restaurant, in Bus und Bahn? Das sind auch hungrige Energiesucher. Und unsere Blicke, Gedanken und Gefühle, die wir auf so eine Person dann richten, liefern ihnen ein gefundenes Fressen. Oder kennst Du die mit Absicht langsam über die Straßen Geher? Anfangs tun sie so, als würden sie in Eile sein und springen auf die Fahrspur mit einem besänftigenden Entschuldigungsnicker, doch mitten auf der Straße verlangsamen sie plötzlich ihren Schritt und gehen in Zeitlupe weiter. Ja, so bremsen sie die Autofahrer aus und die ganze Aufmerksamkeit gilt nur ihnen. So dient ihnen der Sprung über die Straße als hervorragendes Nachmittagsfutter zur Energiegewinnung.

Und so verhält es sich überall – von morgens bis abends wird Energie gegeben und Energie genommen… Beobachte einfach Deine wechselnden Gefühle. Es sind Reaktionen Deines Körpers, die Dich gut erkennen lassen, wann Du mit Deinen Kräften ins Ungleichgewicht gerätst. So wirst Du schneller bemerken, wann es Zeit wird, die Situation zu verlassen und sich zu entfernen. Hast Du auch einen Bekannten oder eine Freundin, der/die sich immer nur bei Dir meldet, um über andere zu tratschen und seinen / ihren  Müll bei Dir abzuladen? Und dann sagen sie: „Ach, es ist immer so schön, mit Dir zu plaudern.“

Achtung! Das sind Energieräuber, die wie Parasiten Dein Energiesystem anzapfen!

Lerne, auf die Zeichen Deines Körpers zu hören und schütze Dich vor Energieräubern, indem Du weniger an Gesprächen teilnimmst, die nur Klatsch und Tratsch beinhalten; indem Du Dich weniger im Straßenverkehr aufregst und in der Ruhe bleibst, wenn jemand drängelt; indem Du aufhörst, Dich in sinnlosen Streitgesprächen aufzurauchen; indem Du aufhörst, auf jede Stinke-Nachricht zu reagieren; indem Du viel Zeit in der Natur verbringst und deine Gedanken auf positive Dinge richtest.

Meide übermäßiges Chatten in sozialen Netzwerken, spiele weniger am Handy, lasse den  Fernseher mal aus und meide so gut es geht den Umgang mit Schwarzmalern, Besserwissern, Jammerern, Angsthasen, Pöblern, Angebern und Klugschwätzern.

Ach ja, und trage mehr helle Kleidung! Das hebt die Stimmung!

Motiv aus Dixit (6) Memories

Das Motiv dieses Artikels stammt aus dem Spiels Dixit (6) / Libbelud von Jean-Louis Roubira und Carine Hinder & Jérôme Pélissier. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ Dieses Spiel für die ganze Familie entführt die Spieler in eine zauberhafte Welt.

 

Du kannst nur ändern, was Du siehst!

Wir suchen unsere Partner nach ganz bestimmten Kriterien aus. Es ist kein Zufall, warum wir diesen oder jenen Partner an unserer Seite haben. Ja, er oder sie macht uns ganz – zumindest glauben wir das. Der Partner besitzt Eigenschaften und Fähigkeiten, die wir weniger ausgeprägt haben und so nehmen wir an, dass wir gemeinsam besser und einfacher durchs Leben kommen.

Anfangs sind wir verliebt und fühlen uns zutiefst seelenverbunden, weil alles so gut passt. Und man fühlt sich attraktiv dank der sexuellen Anziehungskraft, doch mit der Zeit verpufft der magische Liebeszauber und auch das Gefühl, sich perfekt zu ergänzen und zusammen zu passen. Plötzlich zeigen sich Verhaltensweisen des Partners, die so gar nicht mit der eigenen Überzeugung übereinstimmen. Und die ersten Versuche, den Missmut darüber loszuwerden und den anderen zu ändern – bzw. zurück auf den gewohnten Wohlfühllevel zu bringen, scheitern. Hier beginnt die eigentliche Arbeit an unseren Beziehungen. Plötzlich erkennen wir Charaktereigenschaften, die denen unseres Vaters oder der Mutter ähnlich sind und äußerst unangenehm an alten Wunden kratzen. Der Grund hierfür liegt in unserem Resonanzfeld und der Absicht unserer Seele.

Solange wir noch Unerledigtes und Übertragenes aus der Kernfamilie mit uns herumschleppen, werden wir auch Menschen und Situationen anziehen, die uns veranlassen, das unverarbeitete Seelenmaterial anzuschauen und aufzulösen. Unsere Seele will wachsen und sich aus begrenzenden Strukturen und karmischen Verstrickungen befreien, damit wir unsere wahre Lebensaufgabe erfüllen können.

So stehen wir nach der anfänglich großen Liebe ernüchtert vor dem staubigen Gefühlsgeröll, das unaufhaltsam den Berg herunter auf uns zu rollt. Und wenn wir jetzt weiter stur auf unserem Standpunkt beharren und nicht an uns selbst arbeiten, dann wird die Beziehung früher oder später zerbrechen.

Liebe Dich selbst und es ist egal, wen Du heiratest“ Dieser Satz ist mehr als der Titel des wunderbaren Buches von von Eva-Maria Zurhorst, das an dieser Stelle sehr zu empfehlen ist. Er beschreibt, wo die Wurzel jedes Problems zu finden ist – und zwar in UNS selbst.

Alles, was wir ablehnen und dem Anderen zu gern vorwurfsvoll an der Kopf werfen, ist und bleibt unser persönliches Thema, das wir nur auf unser Gegenüber projiziert haben. Eigentlich sehr klug von unserer Seele, die genau jene dunklen Bereiche kennt und unserem Tagesbewusstsein ja nur sichtbar machen möchte. Aber wenn wir sie nicht sehen, können wir unser Verhalten auch nicht ändern. Doch dazu braucht es ein wenig Mut und die Bereitschaft, unser Verlangen nach Recht haben müssen zu überwinden und der Weisheit des Herzens zu folgen. Je schneller wir das tun, umso einfacher gestalten sich unsere Beziehungen und der gemeinsame Weg ins Glück. Doch ob wir nun jetzt unsere Verantwortung zur Eigenreflexion annehmen oder vorerst noch weitere Konfliktfelder schüren, ändert im Großen und Ganzen nichts, denn was auch immer heute noch im Schatten verborgen liegt, wird morgen an die Oberfläche gespült und nach Auflösung drängen. Und das kann dann unter Umständen sehr schmerzhaft werden. Warum also warten? Wir kommen eh nicht drum herum.

Das Leben strebt stets nach der nächsthöheren Stufe des Bewusstseins, daher sind und bleiben unsere Beziehungen auch die beste Möglichkeit für unsere seelisch geistige Entwicklung. Wir müssen sie nur als solches erkennen und annehmen. Freilich kannst Du Deinen Partner verlassen oder Deine Partnerin mit einer Neuen eintauschen in dem Glauben, dass alles besser wird. Irrtum, denn solange Du Deine zentralen Lebensthemen ignorierst und versuchst, nach außen abzuwälzen, indem Du andere für ihr So-Sein verurteilst, wirst Du denselben Konflikt wiederholt in Deinem Leben erschaffen und erneut Menschen anziehen, die an Deinem Schmerzkörper rütteln. Da kannst Du Deiner oder Deinem Ex noch so viel Schlimmes andichten, es gehört nach wie vor zu Dir.

Vergib Deinen Eltern und Du heilst Deine Beziehungen! Denn das, was zwischen Euch steht, trennt Dich von Gott und Deiner wahren Berufung.

Motiv aus dem Kartenspiels Dixit (4)

Das Motiv dieses Beitrags stammt aus dem Erweiterungsset (4) des Kartenspiels Dixit. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ Dieses Spiel für die ganze Familie entführt die Spieler in eine zauberhafte Welt. Gezeichnet von Jean-Louis Roubira und Clément Lefèvre.

DeMut – eine längst vergessene Eigenschaft

Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit der Frage: „Was ist der Sinn meines Lebens?“ Sie befinden sich auf der Suche nach sich selbst und Begriffe wie Spiritualität, neues Bewusstsein, Aufstieg und Energiearbeit sind in aller Munde. Viele von ihnen entdecken plötzlich ihre hellsichtigen und hellfühligen Fähigkeiten, wobei man sich doch oft fragt, ob das bei manchen mehr Gerede und Getue ist. Nicht jeder erscheint da glaubwürdig. Doch dieser Gedanke sei mal dahin gestellt. Es ist jedoch ein Fakt, dass sich übersinnliche Wahrnehmungen häufen und eine Menge an Leuten, die sich als Medium bezeichnen, in der Öffentlichkeit auftreten.

Hellhörig oder hellsichtig sein, eine Begabung, die früher nur den Kartenlegerinnen oder Hohepriestern vorbehalten war, ist heute salonfähig. Ein Phänomen, das wie allerorts erklärt, mit der Veränderung des Erdmagnetfeldes zusammenhängt. Ja, es ist auffällig, wie viele Leute sich mit diesen Themen beschäftigen und damit in die Öffentlichkeit gehen. Doch nur wenige leben es auch wirklich! Für viele ist Spiritualität auch nur eine weitere Möglichkeit, ihr Ego aufzublähen und den sich noch im Mangel befindenden Persönlichkeitsanteilen etwas Ruhm und Anerkennung zu schenken.

Nun, aber worüber bei all dem Hype um die Wahrnehmungen und außerkörperlichen Erfahrungen, zu denen der Geist fähig ist, niemand spricht, ist die Basis – das sogenannte solide Fundament. Die wenigsten Spirituellen sind geerdet. Nur in den geistigen Sphären umherschwirren, hilft auf Dauer bei der Lösung ihrer emotionalen und physischen Probleme nicht weiter. Am Ende quatschen die meisten auch nur nach, was andere erzählt haben und glauben am Ende sogar, es selbst gedacht und gefühlt zu haben. Wenn das alles so toll wäre – wie die 7 berühmten Schritte zum Erfolg versprechen, warum kriegen so viele spirituell orientierte Menschen ihre Füße nicht auf den Boden? Warum schaffen sie es nicht, finanziell gut da zu stehen? Ja, sie arbeiten und arbeiten und helfen und helfen, doch wo bleibt das Geld?

Der Grund dafür ist ganz einfach. Wir haben DEMUT verlernt. Demütig sein! Wir glauben nämlich gern, schon weiter zu sein, als wir es in Wahrheit sind. Und das wird uns beim Blick aufs Konto bewusst. Eben innen wie außen – ganz richtig!

„Aber wir sind doch schon so weit und haben so viel verstanden und aufgelöst. Ja, und wir glauben… wir vertrauen… wir meditieren… und wir üben uns im Beten.“

Ja, das ist alles gut, aber eine ganz entscheidende Sache fehlt: DEMUT

Demütig sein bedeutet, den MUT zu haben zu dienen und auch mal einen Job zu machen bzw. einer Tätigkeit nachzugehen, die weder spirituell noch „reinen Geistes“ ist – die man eben so gar nicht mehr machen möchte.

Reinen Geistes ist man dann, wenn man auf allen Daseinsebenen sein kann, ohne Ablehnung zu empfinden. Wie oft hören wir uns selbst sagen: „Ich kann viel mehr! Ich setze mich doch nicht mehr in so ein Büro! Ich und kellnern? Niemals.“

Warum nicht?

Das Leben ist unser bester Lehrer. In der Theorie geht immer alles ganz einfach. Aber in der Praxis, wenn man überleben will, seine Rechnungen bezahlen muss, dann will uns das Leben mit einem kleinen Aushilfsjob helfen, und was machen wir? Wir schlagen ihm die Tür vor der Nase zu. So erkennen wir nie, was es uns sagen will und wir lernen auch nichts mehr dazu.

Wie groß ist Deine Ablehnung, dies oder jenes zu tun?

Daran erkennst Du, wie stark Dein Ego noch am Wirken ist. Erst wenn wir unsere Situation als das annehmen, was sie ist, kann es eine Veränderung geben. Und annehmen heißt nicht etwa aufgeben, im Gegenteil. ANNEHMEN heißt ABGEBEN – die Situation annehmen und seiner derzeitigen Arbeit mit bedingungsloser Hingabe und Liebe nachgehen … und darauf vertrauen, dass alles seinen tieferen Sinn hat und unsere Träume auf einem anderen Weg in Erfüllung gehen.

Also wenn Du heute Zeitungen austrägst oder auf dem Feld Kartoffeln einsammelst oder mal für 10 Euro den Keller Deines Nachbarn entrümpelst, dann tue dies mit Hingabe. Erst dann bist Du wieder offen und bereit für ein Wunder. Und wer weiß, vielleicht steht es ja schon direkt vor Dir und Du erkennst es nur noch nicht.

Leider verbinden wir das Wort DEMUT immer noch mit „demütigen – herabsetzen – niedrig sein, untergeben sein, in Knechtschaft leben und keinen eigenen Willen haben dürfen.“

Worum geht es hier wirklich?

Du willst mehr vom Leben? Du willst mehr Sinn und Wachstum erfahren? Dann hab mehr Mut zum Dienen!

Denn Mut ist, wer tut!

Motiv aus Dixit(5) Daydreams

Das Motiv dieses Artikels stammt aus dem Spiels Dixit(5) Libbelud von Jean-Louis Roubira und Franck Dion. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ Dieses Spiel für die ganze Familie entführt die Spieler in eine zauberhafte Welt.

Sexualenergie ist Lebenskraft

Zwei Menschen verbinden sich im Akt der körperlichen Liebe. Männlich und weiblich kopulieren miteinander und die Empfängerin signalisiert dem Geber, dass sie bereit ist. Bereit, Neues in sich aufzunehmen und wieder zu gebären.

Die Sexualenergie gewinnt an Kraft. Sie steigt vom unteren Ende des Rückens, dem Wurzelchakra, auf. Der Geber spürt das Verlangen und die Erregung der Empfängerin, und sie schenkt ihm wiederum ihr Vertrauen. Dies  geschieht zeitgleich im selben Augenblick – im Herzen.

Jetzt steigt die Energie spiralförmig auf. Wie eine Schlange schlängelt sie sich um einen Stab vom Geber zur Empfängerin zurück zum Geber, während beide immer Beides sind …  im Wechselspiel des Tanzes.

Im Akt der Vereinigung, dem göttlichen Schöpfungsprozess, reiben wir uns mit dem Menschen auf physischer und feinstofflicher Ebene im Außen wie im Innern. Wir schauen einander tief in die Seele, vertrauen, wollen geben – UNS hingeben, ausschütten, ausdehnen, unsere Kraft spenden und wir wollen empfangen.

Es geht hin und her – von einem Pol zum anderen, bevor das Geben wie auch das Empfangen geschieht. Und es geschieht in EINEM, in jenem zarten, nur kurz – wie scheinbar ewig – anhaltenden Moment, wo das Männliche innehält und sich zügelnd vergewissert, ob sie soweit ist. Der letzte Blick in die Augen findet sein Echo im Ruf des Weiblichen und offenbart die Gewissheit der bedingungslosen Hingabe. Jetzt! Lass es zur Explosion kommen – zum Schöpfungsakt – zu neuem Leben.

Im Knall! Beide Pole explodieren. Das Männliche versprüht seine Lebenskraft im Akt des Gebens und das Weibliche explodiert im Genuss des Empfangens. Geben und Nehmen treffen sich im Knall – und werden EINS.

Vereint im tiefsten Vertrauen – im Urknall – im All und im Nichts – ohne Raum und ohne Zeit – da geschieht es. Das Nichts hat keine Konturen, keinen Inhalt und doch ist es alles – DAS POTENZIAL. Der Anfang von allem. GOTT!

Neues Leben entsteht durch den Koitus. Neues Denken entsteht durch geistige Gesundheit und eine Harmonisierung der männlichen und weiblichen Energien. Und Glück entsteht im EINSSEIN mit Gott.  So ist jeder von uns entstanden und so entsteht jeder neue Funke, jede neue Idee, jedes neue Leben und alles, was ist und je existieren wird! Am Anfang ist der Knall. So durchdringt auch der spirituelle Geist unseren Körper. Diese Kraft erhöht sich und steigt spiralförmig auf – Stufe für Stufe, von Ebene zu Ebene, Dimension um Dimension.

Neues Leben entsteht durch drei Zutaten: Das MÄNNLICHE mit der Kraft des Ausdehnens in die Weite und das WEIBLICHE mit der Kraft aus der Tiefe. Und in der KOINZIDENZ fallen beide Pole in sich zusammen. Dieser Zustand gewährt uns einen Blick in die Ewigkeit, in ALLES, was ist – einen Moment in GOTT.

Sexualenergie und Lebenskraft sind ein-und dasselbe… vom kleinsten Teilchen bis zum Größten. Schöpfung geschieht im Akt der Verschmelzung, im  ewigen Nichts – in der Null.

Die Null, der Kreis, die Unendlichkeit hier begegnet sich alles, was existiert… feinstoffliche Gebilde aus dem Urwasser der Evolutionsbiologie, Fruchttropfen von Reptilienessenz, zelluläre Signal-Geometrie, astro-nebulose Elementale des SEINS in der Unendlichkeit des Potenzials… wo sich Geist und Körper zu EINEM GANZEN vereinen; der Kreis einen neuen Kreis erschafft; und wo die Blume des Lebens beginnt… und beginnt… und beginnt… wo es weder Vergangenheit noch Zukunft gibt, ja, hier und jetzt findet Leben statt – von Koitus zu Koitus.

Das ist Evolution! Das ist Aufstieg! Und so verändert sich auch unser Bewusstseins. Das Leben ist BEWUSST-SEIN. Und Leben hat nur einen Sinn: Die Suche nach GOTT! Es ist die Suche nach unserem wahren SELBST. GOTT ist Schöpfung und wir sind seine Schöpfungen, so wie wir in IHM Schöpfer sind.

Ja, wir alle wollen der Welt und unseren Lieben etwas geben, aber oft trauen wir uns nicht. Darum bitten wir GOTT um ein Ziel und die Kraft, es zu erreichen. Und wenn es uns dann in den Sinn kommt, dann fühlen wir Vertrauen und öffnen uns ein wenig mehr. Wir empfangen Impulse, Liebe und Segen und geben erst ein bisschen und dann immer mehr. Ja, wir steigen auf zum Himmelreich – spiralförmig und wirbelnd. Wir sind sexuell und ja, wir leben. Wir steigen und steigen, wir empfangen… geben… und empfangen immer mehr, bis es passiert… und wir ERWACHEN.

Hier endet die Wahrnehmung. Hier ergießt sich das Sein in die Ewigkeit. Alles ist Schöpfung vom Kleinsten bis ins Größte!

Ja, GOTT ist Liebe. GOTT ist Koitus. GOTT ist der Knall. GOTT ist die Auflösung aller Gegensätze. GOTT ist Erlösung. GOTT ist Erfüllung. GOTT ist Frieden. GOTT ist EWIG. GOTT ist EINS. GOTT ist ALLES. GOTT IST.

Hier enden alle Worte. Denn was NICHTS und ALLES ist, kann nicht beschrieben werden.

Es wird erkannt!

Motiv aus Dixit 5 Daydreams

Das Motiv dieses Artikels stammt aus dem Spiels Dixit(5) Libbelud von Jean-Louis Roubira und Franck Dion. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ Dieses Spiel für die ganze Familie entführt die Spieler in eine zauberhafte Welt.

Spiritualität – noch immer falsch verstanden!

Das Wort „Spiritualität“ wird häufig mit einem mundverzerrend bissigen Spruch kommentiert und ablehnend nur mit Kartenlegen und Orakelwissen in Verbindung gebracht. So wie eine Krankheit gern ausschließlich von der medizinischen Seite betrachtet und gerechtfertigt wird. Aber zur Heilung einer jeden Krankheit ist eine Partnerschaft nötig und die heißt:

Patient, Arzt und GOTT.

Dies bedeutet, dass man jedes Problem, sei es auf körperlicher, emotionaler oder mentaler Ebene, ganzheitlich – also auch unter Berücksichtigung und Einbeziehung der allumfassenden schöpferischen Kraft – betrachten muss.

Der Körper folgt nur dem Geist, das wussten schon die alten Heiler. Wenn wir also unsere verneinende und starre Geisteshaltung, die zu inneren und äußeren Blockaden bis hin zum Stillstand des Lebens führt, ändern, dann sind wir auch gesund. Krankheit ist eine ENTSCHEIDUNG! Du hast die Wahl: Willst Du leiden oder glücklich sein?

Wer könnte also so wahnsinnig sein und sich für ersteres entscheiden?

Niemand, genau. Und doch tun es Millionen von Menschen jeden Tag. Diese so scheinbar ganz einfache Wahl zu treffen, fällt vielen sehr schwer. Und warum fällt es ihnen schwer, das Gute und Richtige zu wählen? Weil es hier um die Entscheidung geht, sich mal selbst aus der Rechnung zu nehmen.

Was damit gemeint ist?

Dass man mal nicht jammert, sich nicht beklagt und sich nicht immer laut über sein Los beschwert oder gar die Schuld seines Unglücks auf andere schiebt, sondern den Schmerz bzw. das Problem so annimmt, wie es gerade ist und seine Energie bewusst in die Suche nach der wahren Ursache investiert.

Wer wirklich Heilung möchte, der erfährt sie auch. Der eigene Körper hat große Selbstheilungskräfte, die jedoch erst aktiviert werden, wenn wirklich die innere Bereitschaft vorhanden ist. Doch ohne gesunden Spirit, kann dies nicht geschehen – im Gegenteil, dann müssen viele eben noch ein Stück weiter durchs Drama gehen.

Spiritualität zu leben bedeutet, den individuellen Heilungsprozess auf Geistesebene zu durchlaufen. Der Körper folgt dann nur der geistigen Gesundung und wird Schritt für Schritt befreit. Die schädlichen Schlacken werden ausgeschieden und die alten Zellen geben neue Informationen an die neuen Zellen weiter.

Wusstest Du, dass sich eine Leber innerhalb von zwei Monaten einmal komplett erneuert?

Aber wenn Du nichts an Deiner Lebenshaltung, Deinen Einstellungen und Glaubenssätzen änderst, dann wird die kranke Zelle auch weiterhin nur die alten krankmachenden Informationen an die Neue weitergeben. Und somit wird die Leber einfach ihren Zustand beibehalten, wie er ist und sich sogar noch verschlechtern.

Warum also nicht einfach diesen Kreislauf durchbrechen? Oder dient Dir die Krankheit noch? Was bekommst Du über oder durch dein Kranksein, was Du als gesunder glücklicher Mensch nicht erhältst?

Ist es Aufmerksamkeit? Beziehst Du Energie aus Deinem Leid?

Fragen, die weh tun können. Aber wenn Du sie ehrlich beantwortest, dann machst Du den ersten Schritt in Richtung Heilung. Spürst Du Angst? Angst vor der Veränderung, weil Du Dich schon so sehr an Deine Situation / Deine Schmerzen gewöhnt hast?

Bedenke, dass Deine Blockaden sehr intelligent sind. Ja, sie beziehen ihre Kraft durch einen Dir noch unbewussten Teil, der immer noch in destruktiven Gedanken- und Gefühlsmustern gefangen ist und ihre Existenz mit Energie füttert. Ihr Abwehrsystem arbeitet im Verborgenen und ist so subtil, dass Du es mit Deinem Tagesbewusstsein nicht wahrnimmst. Ein Beispiel: Viele Menschen melden sich bei einem Seminar an, von dessen Teilnahme sie sich eine Verbesserung ihres Befindens erhoffen. Doch komischerweise haben sie kurz vor Beginn plötzlich Fieber, verstauchen sich einen Knöchel… oder ihr Kind wird krank und der Mann muss arbeiten, so dass sie den Kurs absagen. Rein äußerlich betrachtet wurden diese Ereignisse natürlich fremdverursacht und sind freilich nicht zu beeinflussen. So jedenfalls rechtfertigt man es vor sich selbst.

Doch wir und auch Du wissen es inzwischen besser. Ja, das ist selbst erschaffen. Schon vergessen? Wir bestehen aus Energie und alles, was uns widerfährt, wurde durch unser So-Sein angezogen. Das Gesetzt von Ursache und Wirkung. Und genau hier beginnt die Verantwortung für unser Leben.

Erst wenn diese Wahrheit verinnerlicht und angenommen ist, kann Heilung in allen Lebensbereichen erfolgen!

Die Wahrheitsforscher

Das Motiv dieses Artikels stammt aus dem Spiels Dixit(5) Libbelud von Jean-Louis Roubira und Franck Dion. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ Dieses Spiel für die ganze Familie entführt die Spieler in eine zauberhafte Welt.

Motiv aus Dixit 5
Motiv aus Dixit 5 Daydreams

Es quietscht und kracht, wenn Du Dich befreist!

Jeder von uns ist ein Rad im System und wir drehen uns deshalb so lange in einengend ungesunden Strukturen, weil wir uns selbst fremd sind und anderen Menschen zu viel Macht über unser Leben geben. Aber warum tun wir das? Weil wir es nicht anders gelernt haben.

Da brauchen wir uns nur an die Worte unserer Eltern erinnern, als sie sagten: „Sei nett und grüße schön höflich!“ Und Du hast nicht verstanden, weshalb Du das tun sollst. Zumal Deine Eltern zuhause bei Tisch Schlechtes von dieser Person erzählt haben. Und jetzt musst Du sie anlächeln oder sogar mit ihr sprechen, obwohl es in Dir Unbehagen auslöst. Du magst diesen Menschen nun mal nicht, alles in Dir sträubt sich.

Oder haben sich Deine Eltern früher oft gestritten? Lag da immer so eine erdrückende Schwere im Raum? Und als Du Deine Mutter gefragt hast, ob alles in Ordnung sei, erhielst Du die Antwort „Natürlich ist alles okay, mein Kind. Wie kommst Du nur auf so etwas? … Geh in Dein Zimmer und mach Deine Hausaufgaben!“

Genauso war es immer, wenn wir uns unwohl bei einer Sache fühlten, einen Lehrer überhaupt nicht mochten oder gar Angst vor jemandem hatten. Wir wurden nicht gehört. Unsere Ängste und Gefühle wurden einfach weggewischt mit Sätzen wie:  „Ach, hab Dich nicht so! Da ist doch gar nichts! Der ist doch nett.“

„Nun, vielleicht empfindest DU das so, ich aber nicht!“ Ja, Worte haben ein großes Gewicht, aber noch gewichtiger ist die Wahrheit dahinter. Denn schlechte Gefühle sind eine starke Energie, die sich mit andauernder Unterdrückung negativ auf unsere Psyche und Gesundheit auswirkt. So lernen wir schon früh, unserem inneren Warnsystem nicht mehr zu vertrauen. Weil wir von Mutter und Vater nicht verstanden werden, verstehen wir uns selbst nicht mehr. Unsere intuitive Wahrnehmung von Gefahr und ungesundem Umgang ist verloren gegangen und wir haben verlernt, uns vor negativen Beziehungen und Fremdeinflüssen zu schützen. Da wir uns selbst nicht mehr spüren, haben wir auch kein SELBST-Vertrauen und werden zunehmend unsicherer im Umgang mit fremden Menschen und Situationen. Demnach ist es nicht verwunderlich, dass wir genau jene Personen anziehen, die uns so gut wie keine Wertschätzung entgegen bringen und die letzte Energie rauben!

Sie saugen uns aus, weil wir alles für sie tun und ihnen unsere ganze Energie bereitwillig geben. Solange, bis wir irgendwann erschöpft zusammenbrechen. Schließlich haben wir ja nie gelernt, auf unser Bauchgefühl zu hören. Wir vertrauen nur Worten! Und wenn jemand liebe Worte in unser Ohr säuselt, glauben wir ihm/ihr sofort. Aber alle anderen Anzeichen, die uns warnen, übersehen wir einfach – besser gesagt, die blenden wir aus.

So auch die Geschichte von einem kleinen Mädchen, das fürchterliche Bauchweh hatte. Die Mutter ließ das Kind an jenem Morgen zuhause und sagte: „Sag es aber nicht Papa!“

Welche Botschaft erhält das Kind in diesem Moment? Genau! „Ich bin nicht in Sicherheit, weil meine Mutter Angst hat. Ich muss verheimlichen, dass ich mich krank fühle und nicht zur Schule gegangen bin, weil es sonst Ärger gibt!“

Dieses Mädchen wird so niemals lernen, eine gesunde Wahrnehmung für die eigenen Grenzen zu entwickeln und weiterhin aus Angst Leistung erbringen, nur um es anderen recht zu machen! Und so schlittert sie später in eine Beziehung mit einem Mann, der auf genau dieses Muster reagiert und es womöglich noch verstärkt. Und dann führt diese Frau, ohne es zu bemerken, zwei Leben – ein INNERES, das verdrängt/verheimlicht wird, und ein ÄUSSERES, das sie der Welt zeigt… immer gut drauf, alles im Griff und überaus belastbar. Bis es eines Tages nicht mehr geht! Doch ihre Angst, die Familie, den Partner oder sogar die eigenen Kinder mit den wahren Gefühlen zu konfrontieren, macht sie kaputt. Sie bricht zusammen und landet im Burnout oder es zeigen sich plötzlich gravierende Krankheiten, die sie nicht mehr ignorieren kann.

Die Wahrheit sucht sich immer einen Weg. Früher oder später zeigt sie sich. Und so machen wir uns nach Jahren des Anpassens und Mitmachens auf die Suche nach UNS SELBST. Wo es fast schon zu spät ist – denken wir! Doch zu spät ist es nie. Wir können zwar nicht immer gleich die Umstände ändern, aber wir können uns verändern und lernen, unseren Gefühlen wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken und sie zu respektieren. So holen wir uns unseren Selbstwert zurück und mit ihm auch unser Selbstbewusstsein. Womöglich suchen wir uns Hilfe bei einem Coach oder Therapeuten, treten vielleicht einer Sportgruppe bei oder entdecken die Leidenschaft für ein neues Hobby. Vielleicht beginnen wir auch ein Fernstudium, um endlich die wahre Berufung zu leben.

Je mehr wir tun, was wir im Herzen fühlen und aufhören zu tun, was wir meinen, tun zu müssen, um so mehr stoßen wir auch auf Widerstände – besonders in der bestehenden Partnerschaft und in der Familie. Denn die Menschen, die uns seit vielen Jahren begleiten oder von klein auf kennen, sind ein Teil unseres Lebens und haben eine Funktion in unserem Energiesystems.

Dein Tun und Denken hat Einfluss auf alles in Deinem Leben, so auch auf die Menschen, die Du liebst. Und die haben oft Angst vor Veränderung, weil sie entweder selbst noch gar nicht bereit dazu sind oder einfach nur weil sie befürchten, Dich zu verlieren. Sobald Du eine Therapie oder ein Coaching beginnst und spürbare Fortschritte im Selbstwerdungsprozess machst, ist es keine Seltenheit, dass Dein(e) Partner(in) nervös wird. Die ersten Unstimmigkeiten zeigen sich in körperlichen und verbalen Abwehrhaltungen. Wenn sich der Partner gegen Deine Entwicklung sträubt, wird er/sie entweder den Therapeuten schlecht reden oder versuchen, Dich wieder in die gewohnte Verhaltensstruktur zu bringen. Er/sie sagt vielleicht, dass er/sie die Veränderung für gut heißt, aber sein/ihr Unterbewusstsein wehrt sich dagegen. Das ist ganz normal, denn sobald sich jemand positiv verändert, erhöht sich die Frequenz seines Energiefeldes und damit zeigen sich auch beim Anderen die unerledigten Themen, denn die interaktiven Muster greifen nun nicht mehr. In dieser Phase steht jede Beziehung/Familie unter großer Anspannung. Alles ist am Rotieren und niemand weiß so richtig, was er tun soll und wo er hingehört.

Sollte Dein(e) Partner(in) partout nicht mit Dir gehen wollen und Dich nicht unterstützen, wird die Beziehung über kurz oder lang zerbrechen. In diesem Fall musst Du sehr stark sein und ein ganz neues Verständnis von Partnerschaft, Liebe und Loslassen entwickeln. Dies fällt besonders schwer in Beziehungen mit einer Co-Abhängigkeit. Co-Abhängigkeit bedeutet Sucht und Sucht ist nichts anderes als der Drang nach Befriedigung von Bedürfnissen und hat nichts mit Liebe zu tun. Wenn Du Deine Anhaftungen und Sehn-Süchte erkennst und sie löst, dann löst sich in der Regel auch der Zweck der bestehenden Beziehung auf.

Dass beide Partner ihre Sucht zur selben Zeit erkennen, kommt eher selten vor. Auch Mütter und Väter können mit ihren Kindern in Co-Abhängigkeitsstrukturen leben, die sehr destruktiv sind. Und so kommt es bei der Ablösung und Befreiung aus solch krankmachenden Mustern zu Vorwürfen wie diese:

„Wenn Du in der Liebe wärst, dann würdest Du jetzt nicht so mit mir umgehen! Und Du hast es immer noch nicht kapiert. Liebe ist geben, ohne etwas zu erwarten!“

Das sind Killersätze, wenn sie von Menschen benutzt und uns in Momenten an den Kopf geworfen werden, wo wir grad dabei sind, schwere Blockaden zu lösen und seelische Verletzungen zu heilen. Jene Momente, wo wir uns selbst suchen; unsere Beziehungen auf Haltbarkeit prüfen; Energien, die uns schwächen, bewusst wahrnehmen; wo wir den eigenen Selbstbetrug erkennen; wo wir entschließen, uns selbst mehr wertzuschätzen und lernen, Menschen und Situationen mit parasitären Eigenschaften zu meiden.

Ja, diese Sätze sind wahre Killersätze, doch Du, der/die schon so viel abgearbeitet und aufgelöst hast, fühlst Dich freier denn je, kannst wieder lachen und JETZT mit Gewissheit sagen: „ES IST FERTIG!“

„Es ist fertig. Ich bin in Frieden mit Dir und weiß jetzt, was ich will.“

Du sprichst diese Worte mit liebevoller Herzenskraft aus und es kommen die Vorwürfe wie aus der Pistole geschossen. „Du…. Du… Du… Du bist dies und jenes, Du hast dies und jenes getan… Du bist schuld, Du bist schlecht und böse… Du… Du… Du…!“

Worte sind manchmal Waffen, und das Gute kann für Schlechtes benutzt werden. Solltest Du Dich also in so einer Situation befinden, dann bleibe fest bei Dir! Reiche nicht hinaus, sondern lass das Gesagte oder Geschriebene einfach stehen! Geh nicht mehr in die Diskussion und versuche Dich nicht länger zu erklären oder gar zu rechtfertigen! Womöglich kommen zynische Verzweiflungs-SMSen wie: „Ach, Du bist in der Liebe?! HA, HA, HA!“ oder „Hast du eine Gehirnwäsche bekommen?“

Solche Sätze fliegen Dir um die Ohren, weil Du Dir die Kontrolle über Dein Leben zurückgeholt hast. Jetzt werden auch Dein Berater, Dein Coach und die Menschen, die Dir helfen, als Scharlatan, Lügner und Betrüger hingestellt und Du wirst beworfen mit rhetorischen Fragebomben wie „Wie redest Du plötzlich? Bist Du in einer Sekte?“ und „Wer hat Dir denn den Floh ins Ohr gesetzt?“

Doch bei all der Aufregung vergiss bitte eines nicht: Dieser Mensch meint es nicht böse! Er/sie will Dich nur so behalten, wie Du bisher warst. Du musst Dir das so vorstellen: Eine Familie ist wie ein lebender Organismus. Verändert sich eine Zelle, müssen alle anderen Zellen darauf reagieren und sich neu einstellen. Und das sind Prozesse, die etwas dauern und auch weh tun können! Es verhält sich wie bei Zahnrädern, die ineinander greifen. Dreht sich ein Rad langsamer oder schneller als bisher, kommt es zu Anpassungsschwierigkeiten. Entweder schaffen es die Räder, sich auf das neue Tempo einzustellen oder aber das System stockt quietschend und bricht in sich zusammen.

Menschen, die sich nicht verändern wollen, werden abblocken oder sich wehren. Und das bedeutet Konflikt, denn sie spüren Deine Veränderung. Plötzlich wird ihnen Energie abgezogen und sie erhalten nicht mehr Deine gewohnte Aufmerksamkeit. Es ist nicht mehr so einfach, mit Dir umzugehen. Du verhältst Dich jetzt anders. Du bist irgendwie ruhiger und Du diskutierst nicht mehr. Vielleicht lässt Du Dich nochmal kurz hinreißen und wirst laut, weil Du auf Unverständnis stößt und Dich erklären willst. Vielleicht spürst Du auch eine Art Hilflosigkeit und machst Dir Sorgen, wie Du die Veränderungen allein bewältigen sollst. Hinzu kommt, dass Du vielleicht gerade von emotionalen Schüben durchgeschüttelt wirst und Reste der Schmerzbewältigung nachwirken, wenn Du in Berührung mit alten Themen oder den Menschen, die mit den Verletzungen in Verbindung stehen, kommst.

Das sind alles Begleiterscheinungen des Wandlungsprozesses in ein neues Bewusstsein und so kann es passieren, dass man noch mal ausflippt. Und natürlich ist genau das ein herrliches Fressen für diejenigen, denen Du ja eigentlich zu verstehen geben willst, dass Du Dich auf einem guten Weg befindest. Und wieder kracht es und Du lieferst ihnen den nächsten Grund, um zu sagen:

„Naja, jetzt dreht er/sie völlig ab! Jetzt können wir sie/ihn einliefern!“

In Wahrheit sind das nur Maßnahmen, die nach Hilfe schreien. Lass Dich von den Bombardements und Vorwürfe nicht irritieren! Das sind Hilferufe! Bleibe bei Dir! Geh am besten in die Natur und entspanne Dich. Setze Dich solchen Begegnungen erst wieder aus, wenn Du Dich sicher und fest in Dir fühlst. Vielleicht löst sich die Situation auch von ganz allein auf.

Betrachte nur, wie schwer es Dir und den Anderen fällt, loszulassen. Wie stark ist der Versuch, Dich festzuhalten? Genau so stark war Deine Rolle; genauso viel Energie hast Du Jahre lang in das Funktionieren des Systems gesteckt – ein Verhalten, das Deinem wahren Wesenskern nicht wirklich entspricht. Je bewusster, liebvoller und kraftvoller Du jetzt mit Dir selbst umgehst und Dich vor Fremdenergien schützen und abgrenzen lernst, um so mehr wird sich auch Dein Umfeld zum Positiven wandeln.

Ein klares und liebevolles NEIN zu anderen, ist ein JA zu Dir selbst! Ja, es wackelt noch eine Weile, es gibt Unruhe, Streit und Diskussionen. Womöglich fällt ein lautes Wort, die Tür knallt zu und wieder ist für eine Weile Funkstille. Das kann sich über Monate und oft auch Jahre hinziehen. Doch eines Tages kommt der Tag, an dem Du eine noch nie dagewesene Leichtigkeit spürst. Dann hast Du den ganzen Seelenballast endlich abgeworfen und bemerkst plötzlich, wie neue wundersvolle Dinge in Deinem Leben erscheinen – Dinge, die Dich mit der Sonne verbinden und auf einmal viel klarer und heller leuchten; Partner und Kollegen, mit denen die Geschäfte wunderbar funktionieren und die Aufträge liebevoll, sachlich und strukturiert abgearbeitet werden; Ein Umfeld, wo Du anerkennende Worte, liebvolle Gesten und Aufmerksamkeit erhältst; wo Du nette Telefonate führst; wo weitreichende und unterstützende Projekte ins Leben gerufen werden; wo Du gehört und gesehen wirst; wo Du andere Menschen inspirieren darfst und inspiriert wirst; wo Du wieder Bewegung spürst und reisen willst; wo Dein Körper und Dein Geist wieder flexibel sind; Du in die Welt hinausgehst und am Leben teilnimmst; Dich verströmst, verschenkst, hingibst und empfängst.

All das wartet auf Dich! Du wirst im wahrsten Sinne des Wortes auf eine neue Stufe erhoben. Dein Sein strahlt auf einer neuen Frequenz und das goldene Leben beginnt. Auch dann wirst Du noch auf schwierige Menschen treffen und weitere Hürden überwinden müssen, doch Du wirst klar, besonnen und im Vertrauen alles meistern. Nichts wird Dich mehr aus der Fassung bringen. Du wirst die Kraft, Das Vertrauen, die Liebe und das nötige Geld haben! Du wirst jedes Problem lösen! Finanzielle Not, Chaos auf dem Schreibtisch, verschlampte Unterlagen und sich stapelnde Rechnungen wird es nicht mehr geben. All jene Dinge wie das Ansammeln von Problemen und Schulden, Unfälle, Streit, Diskussionen, Unzuverlässigkeit, Missverständnisse, Unordnung, Anhäufung von unnützen Sachen/Klamotten gehören zu einem Leben, das nicht aufgeräumt ist und der Klärung bedarf. Wenn Dein Energiefeld vollends gereinigt ist, dann ist das Leben im Fluss.

Vertraue! – Wo auch immer Du gerade stehst und in welcher Phase Du Dich gerade befindest. Gehe mutig voran, auch wenn alles um Dich herum wackelt, Du innerlich vibrierst und unsicher bist, was Deine Zukunft betrifft. Vertraue! Das Gefühl, was Dich auf die Suche nach DIR SELBST geschickt hat, das wird Dich DORT auch glücklich ankommen lassen!

Die Welt ist im Wandel! Und jeder von uns ist ein Rädchen. Drehen wir uns im Seelentakt, schwingen wir hinauf in ungeahnte Höhen mit unbegrenzt vielen Möglichkeiten!

Die Wahrheitsforscher

Das Motiv dieses Beitrags stammt aus dem Erweiterungsset (7) des Spiels Dixit. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ Dieses Spiel für die ganze Familie entführt die Spieler in eine zauberhafte Welt. Gezeichnet von Jean-Louis Roubira und Marina Coudray.

Motiv aus Dixit (7) Revelations
Motiv aus dem Erweiterungsset des Spiels Dixit (7) Revelations

„Wer Du wirklich bist!“

Auf der Spur der Wölfe.

Was ist die Wahrheit … ein Traum, der Film, Dein Leben? Die Welten vermischen sich und überall sind Zeichen, doch wir können sie nur mit dem Herzen sehen! (Inspiriert vom Animationsfilm „Balto 2 – Auf der Spur der Wölfe“ aus dem Jahr 2002 (siehe Infos und Links weiter unten).

Balto, ein Hund mit Wolfsblut. Von der Gemeinschaft ausgegrenzt, verspottet und gehänselt. Und nur weil er anders ist – WIE DU.

Ja, anders sein als Herausforderung. Immer noch und besonders in der heutigen Zeit. Wir tragen in uns ein Gefühl der Heimatlosigkeit, ein Bedürfnis nach Sicherheit und Wohlbefinden… und wir möchten irgendwo dazugehören. Ja, wir möchten Teil einer Familie sein, wo man geliebt und wertgeschätzt wird. Doch wenn wir in den eigenen Reihen das nicht finden, suchen wir woanders – in einer neuen Gemeinschaft, bei Freunden und den sogenannten Seelenverwandten.

Wir alle, die sich irgendwie anders fühlen, haben uns mit mehr oder weniger Schwierigkeiten in unserem Leben eingerichtet. Oder sollten wir es besser „eingefügt“ nennen? Manche haben sich angepasst, um zu gefallen; andere sind aufmüpfig geworden und schüren Konflikte; und einige erschaffen sich Krankheiten und allerlei Wehwehchen… nur um irgendwie dazuzugehören oder Aufmerksamkeit zu bekommen. Wie anstrengend!

Und da sind sie, die nächtlichen Träume. Träume, die keine Ruhe geben und immer wieder kommen. Träume von einer flüsternden Stimme, einem krächzenden Raben, dem großen Wasser, messerscharfe Eisberge und DU … Du rennst und rennst und rennst…

Plötzlich wachst Du auf! Und wie jeden Morgen reibst Du Dir den Schlaf aus den Augen und machst Dich auf zur Arbeit oder zu Deiner/Deinem Liebsten – am Totempfahl vorbei. Er ist nur ein Wegweiser für Dich, ein verzierter Holzpfahl, der Dich daran erinnert, dass Du auf der richtigen Straße bist – MEHR NICHT. Oder etwa doch?

Heute ist es anders. Etwas lässt Dich langsamer gehen, denn eine besondere Anziehungskraft geht von dem hölzernen Denkmal aus. Du erkennst auf ihm den Fuchs, den Bären … den Raben… EINEN WOLF. Ein sonderbar vertrautes Gefühl zieht Dich zu ihm hin und mit dem Blick in seine düsterern Augen hörst Du im Innern die Worte: „Der Wolf zeigt sich Dir nur, wenn er Dir was zu sagen hat!“

JA, etwas in Dir versteht, worum es hier geht. Für eine kurze Ewigkeit berührt Dich die verborgene Wahrheit – Deine Wahrheit! – auch wenn Dein Verstand nur die gewohnte Straße mit den Häusern sieht.

Ein Streit. Wieder mal die üblichen Diskussionen wegen scheinbarer Wichtigkeiten. Ja, es geht um Deine Herkunft, die Familie, das Ansehen und die Idee von dem, wer Du bist. Das Gefühl, anders zu sein, findet keine Antwort. Du weißt nur eins: Du bist nicht das, was Du glaubtest zu sein… womöglich ist Dein richtiger Vater ein Fremder; Deine Mutter ist nicht die Person, für die Du sie hältst; womöglich wurdest Du adoptiert und erfährst es durch einen dummen Zufall; womöglich hast Du Geschwister, von denen Du nichts wusstest; Du entlarvst Familienlügen; Du kommst einem großen Geheimnis auf die Schliche… oder Du fühlst einfach nur den inneren Drang, die Ursache für Dein ANDERSSEIN verstehen zu wollen.

„Finde heraus, WER DU BIST und hab ein wenig Mut“, singt die Maus in der finsteren Höhle. „Vertraue und lass Dich von Deinem Herzen leiten!“   

Balto, der seine fortgelaufene Tochter Aleu sucht und schließlich auch findet, trifft gemeinsam mit ihr auf ein Wolfsrudel, das sich in einer schwierigen Lage befindet. VERÄNDERUNG steht an, denn es gibt keine Nahrung mehr. Die Zeit des Aufbruchs, um den Karibus zu folgen, ist gekommen. Aber der Weg führt über das große Wasser und die Wölfe fürchten sich vor dieser Herausforderung. Wer soll sie auf dieser Reise führen? Der alte Rudelführer hat zwar einen starken Geist, doch sein Körper ist inzwischen schwach und wird es nicht mehr schaffen.

So wie die Wölfe fühlen auch wir in Umständen, wo weitreichende Entscheidungen getroffen werden müssen. Nicht Fisch und nicht richtig Fleisch – alles wackelt in Phasen des ÜBERGANGS. Lang Bewährtes trägt nicht mehr und Neues macht Angst und zeigt sich nur zögerlich. Doch wenn wir nur ein bisschen Mut aufbringen, werden wir geführt. Altes und Überholtes darf nun auf natürliche Weise zurückbleiben oder ganz von uns gehen und wir sind aufgerufen, unsere Aufgabe im großen Plan zu erfüllen.

Die Angst vor Veränderung – wer sie überwindet, der erkennt, wer er wirklich ist! Das ist die Reise eines authentischen Lebens und sie beginnt im Herzen. Dann bist Du genau dort, wo Dein Platz ist und Dein Wirken verändert die Welt zum Besseren.

Der Regen wird zum Fluss, der Fluss wird zum Ozean. Verharre daher nicht länger in der Angst, sondern folge dem Weg der Eisschollen, die sich vor Deinen Augen Stück für Stück zusammenschieben! Wenn Du vertraust, dann wirst Du sicher über das Meer hinweg in eine unbekannte und schöne Zukunft gelangen.

Prozess der Selbstfindung bedeutet LOSLASSEN – nicht nur für uns, sondern auch für unsere Familie, Partner, Freunde und Weggefährten… Die Wahrheit ist nicht offensichtlich. Sie verbirgt sich hinter den Formen und offenbart sich nur Schritt für Schritt. Spüre in Dich hinein und erkunde mit Deinem Herzen – wie Baltos Tochter:

„Lebewohl Papa! Geh zu Mama nach Hause! Dort ist Dein Platz. Mein Platz ist hier bei den Wölfen. Ich werde immer Dein Baby sein, doch hier werde ich für eine größere Sache gebraucht. Dies ist meine Bestimmung! Und meine Aufgabe ist, das Rudel ins neue Land zu führen.“

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Wir empfehlen für Groß und Klein den Animationsfilm Balto 2 – Auf der Spur der Wölfe: „Wer du wirklich bist“ (erschienen am 19. Februar 2002/ Regie: Phil Weinstein/ Musik: Adam Berry/ Drehbuch: Dev Ross)

Hier geht es zu Deiner persönlichen Botschaft „Wer Du wirklich bist!“, verpackt als wundervolles Lied (falls Du es nicht schon weiter oben angeklickt hast :-), und zum Moviepilot.

Das Motiv dieses Beitrags stammt aus dem Erweiterungsset (2) des Spiels Dixit. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ Dieses Spiel für die ganze Familie entführt die Spieler in eine zauberhafte Welt. Gezeichnet von Jean-Louis Roubira.

Motiv aus dem Erweiterungsspiel Dixit 2

Assoziationen zum Wolf: Der Mensch projiziert seit je her auf den Wolf seine Sehnsucht nach der Wiederverbindung mit der eigenen tierischen Seele und die Angst, dass eine Begegnung mit ihm in der Zerstückelung des Ego enden würde. Seine Anmut beim Durchqueren der Landschaft lässt ihn wie einen Gesandten der Geister erscheinen. Dieses Tier bringt uns in Berührung mit unserem Leiden an unserer Selbstidealisierung und die Angst vor dem Sterben. Daher wohl auch der Mythos von Geri und Feki, die kräftigen Wolfsgefährten Odins, des nachdenklichen, sich selbst opfernden nordischen Gottes der Weisheit, der Dichtung, des Zaubers und des Todes. Die wölfische Energie dient als Feuer für kreative Prozesse und unsere Fähigkeit, die Energien der Auflösung wie auch jene der Wiedergeburt in den sich wiederholenden Zyklen der Transformation einzubinden (Quelle: Das Buch der Symbole).

Sei BAUM und schau!

Für mehr Vertrauen in den natürlichen Lebensfluss.

Der Baum steht da – irgendwo am Straßenrand, im Park oder im Wald –  regungslos bei Windstille und taumelnd bei Sturm. Im Frühjahr blüht er und im Winter ist er kahl. Er wirkt gespenstig – besonders im Morgengrauen, wenn die Sonne auf sich warten lässt. Es scheint, als sei er tot. Doch er ist da! Er lebt. Er ist immer da – im Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Aber wenn Du jetzt nicht vorbeikämest, wer außer Dir würde ihn bemerken? Und ist es überhaupt wichtig, ob er bemerkt wird? Wer sonst würde ihn bewundern oder berühren?

Er steht fest verankert im Boden und ist nur er selbst. Seine Wurzeln graben sich tief und weit in die Erde hinein. Womöglich auch unter den Weg, auf dem Du gerade gehst. Und Du kommst tagein, tagaus vorbei. Jeden Morgen schaust Du ihn an; womöglich berührst Du ihn sogar mit Deiner Hand und denkst: „Er ist ja gar nicht hart, sondern weich – fast geschmeidig!“ Du legst Deine Wange an seine Rinde und spürst WÄRME, obwohl es kalt draußen ist.

Ja, auch Du hast Wurzeln wie der Baum und bist verbunden mit allem, was existiert. Daher befindest Du Dich auch genau am richtigen Platz. Doch weil Du Dich in Deinem Leben gerade unbeweglich fühlst, versuchst Du Deine Wurzeln aus dem gefrorenen Boden zu ziehen. Dir ist innerlich kalt; Deine Gefühle sind erstarrt; Du fühlst Schmerz, Kummer und Traurigkeit. Und Du bist allein. Doch in Dir drin brodelt es. Du fühlst die Veränderung, eine innere Transformation. So wie der Baum, denn Du bereitest Dich vor, um bald wieder neu zu erblühen.

Und jetzt stehst Du hier und begreifst den Irrsinn Deines Tuns. Warum willst Du Deine Wurzeln rausreißen, forteilen und einen Kampf kämpfen, der Dich ermüdet und schwächt?  Bäume STEHEN – zu dem, was sie sind. BAUM!

Nimm Dir den Baum zum Vorbild! Bleib einfach stehen! Lass Dich hin- und her wiegen von der frischen Brise, erprobe Deine Kraft im Sturm und vertraue – was auch immer kommen mag! Lass Dich mit Schnee bedecken, vom Regen waschen und von der Sonne kitzeln! Ja, bleib einfach stehen! Reiche nicht mehr über die Länge Deiner Arme / Äste hinaus und höre auf, irgendwohin zu langen, um etwas zu erlangen! Der Baum ruft auch nicht jeden Morgen in die Welt hinaus: „Ach, bitte habt mich lieb. Streichelt mich. Bitte findet mich toll!“ Er ist einfach nur da. Vielleicht nimmt er Deine Anwesenheit dankend an, vielleicht aber auch nicht. Womöglich nimmt er Dich gar nicht wahr. Es ist ihm wahrscheinlich schnuppe, ob Du hier entlang läufst und darüber nachdenkst – geschweige denn, dass Du lebst.

Sei Du jetzt Baum – ohne Sehn-Sucht und Wunsch, dass irgendjemand vorbeikommt oder mit seinem Finger über das Display seines Handys streicht und Dein Bild berührt, auf Dein Projekt reagiert oder Deinen Artikel liest. Wen juckt das schon? Du bist Baum – weder froh, noch traurig. Gib einfach nur ab, was Du zu geben hast. Sei es Schatten im Sommer, Schutz vor Regen oder was auch immer Dein inneres Programm hervorbringen mag.

Ob als Birke, Erle, Eiche, Buche oder Tanne – jeder Baum hat eine Aufgabe im Ökosystem. So wie Du auch eine hast. Also sei jetzt einfach ein Baum mit Deiner persönlichen Hingabe… der Baum GUTER RATGEBER… der Baum BROT BACKEN… der Baum MUSIK… der Baum STUDIUM… der Baum SAUBER MACHEN…  der Baum LIEBE! Und Du wirst ab jetzt nicht mehr hinausreichen, UM ZU… sondern Du EMPFÄNGST.

Schau einfach, was das Leben mit Dir macht. Du wirst nichts löschen, wegradieren, ausmerzen oder bekämpfen. Du wirst nichts suchen, jagen oder einheimsen; auch nichts verheimlichen, verstecken und verbergen. So wie das Streiten, Beschweren und Jammern nun losgelassen werden darf. Sei ganz ruhig und SCHWEIG! Nimm nur wahr, was geschieht. Genieße, was Dir das Leben gerade anbietet – das Wetter, die Sonne, der Mond, die Sterne, der Schnee, Gespräche mit Gott. Es spielt keine Rolle, ob Du Follower auf Youtube hast, oder ob Deine E-Mails beantwortet werden. Du bist Baum. Das Einzige, was Du tust ist – SEIN. Am Leben sein!

Klar, brauchst Du Essen, Geld für die Miete und warme Kleidung. All diese Dinge musst Du haben. Aber was geschieht, wenn Du jetzt gerade mal nichts tust? Wenn Du einfach stehenbleibst und nur anwesend bist? Ja, genau das machst Du jetzt. Du bist im Innern ein Baum. Du wirst jetzt alle Eigenschaften eines Baumes annehmen und schauen, welcher Vogel sich auf Deinen Ast setzt; welcher Specht an Dir klopft und welches Insekt an Dir hochklettert.

Ja, einfach mal schauen, welcher Hund an Deinen Stamm pinkelt, oder welches Wildschwein sich an Dir das Fell wetzt. Lass Dich überraschen, welcher Mensch sich bei Dir anlehnt, sich zu Dir setzt und mit Dir spricht. Wer sieht Dich an und lächelt? Wer wird mit einem Stock gegen Deinen Stamm schlagen? Wer wird versuchen, Dich zu fällen? Mal schauen, welche Blüten Du im Frühling hervorbringst. Sei gespannt darauf, was Du hörst; siehst und riechst. Mal schauen, welche Tiere an Dir vorbeilaufen; wie ihre natürlichen Rhythmen und Zyklen sind. Worüber werden die Menschen sprechen? Lausche, welchen Klang ihre Worte haben. Mal schauen, wie hoch Du wächst und wie lange es dauert, bis Du Deine ersten Äste verlierst. Wie fühlt es sich an? Ist es schmerzhaft? Wirst Du leiden? Spüre, was der Boden hergibt, wie viel Flüssigkeit Du bekommst? Was ist für Dich möglich… wenn Du hier stehst.

Sei es auch nur die Erfahrung dieses Augenblicks – jetzt und hier.

Die Wahrheitsforscher.

Inspiriert von der Natur und wunderschön versinnbildlicht von dem Motiv 25 „HAINBUCHE“ aus dem Kartenset Das Baum Engel Orakel  von Fred Hageneder & Anne Heng / Verlag Neue Erde

Motiv 25 HAINBUCHE aus Das Baum Engel Orakel
Motiv 25 HAINBUCHE aus Das Baum Engel Orakel

Die oberste Urwaldregel lautet: GEDULD!

Inspiriert von der fantastischen TV-Dokumentation Auf Leben und Tod (1), (Quelle: Das Erste 09.01.2017 | 44 Min. | UT | Verfügbar bis 16.01.2017 in der Mediathek) sehen wir das Thema „Die große Jagd“ als einen wunderbaren Anlass, mal über unser eigenes „Jagdverhalten“ nachzudenken.

Auf diesem Planeten steht alles miteinander in Verbindung. Wir alle sind Teil des Lebens und somit auch ein Teil des Ganzen, daher trägt der Mensch auch die Eigenschaften der Tiere in sich. So wie jedes Tier seine Aufgabe und seinen perfekten Platz im Ökosystem einnimmt,  hat es auch seine unverwechselbaren und einzigartigen Überlebensstrategien entwickelt – WIE WIR! Denn auch wir sind Jäger und Sammler. Doch lassen wir uns heute mal unser Augenmerk auf die Jäger richten.

Wir gehen zwar nicht mehr wie in Urzeiten mit Pfeil und Bogen auf die Jagd, aber dennoch weist unser Verhalten in Bezug auf das „Beute machen“, um unser Überleben und das unserer Nachkommen zu sichern, ähnliche Merkmale auf. Und diese möchten wir hier kurz anschauen, denn unser bester Lehrer ist nach wie vor die Natur; und wollen wir ein gesundes / glückliches Leben haben, dann sollten wir ihre Gesetze und Spielregeln auch kennen und anwenden lernen. Nehmen wir daher die folgenden Beispiele zur Veranschaulichung, um unsere eigenen Strategien des Überlebens – des Erfolges / des Geldverdienes / der Gesundheit  – zu verbessern.

Welches ist Dein Lieblingstier? Das Tier, von dem Du Dich besonders angezogen fühlst und das Dir ein Lächeln auf die Lippen zaubert, wenn Du es siehst? Dafür gibt es nämlich einen guten Grund. Schau es Dir noch einmal genau an und beobachte, wie es sich bewegt und im täglichen Leben verhält! Kennst Du seine Jagd- und Fressgewohnheiten? Wie passt es sich den natürlichen Rhythmen und Zyklen an? Beantworte Dir diese Fragen und Du erkennst Ähnlichkeiten zu Deinen eigenen Gewohnheiten. Darüber hinaus erhältst Du lehrreiche Tipps für Dein Vorankommen und Du verstehst, warum Du in bestimmten Situationen so und nicht anders handelst.

Jeder von uns ist einzigartig, und doch gehören wir alle zur Gattung Mensch. Und der Mensch durchläuft in seiner Entwicklung von der Zeugung bis zur Geburt alle Evolutionsstufen im Schnellverfahren. Von der Eizelle über das Reptil bis hin zum Säugetier machen wir alles einmal durch  – kein Wunder also, dass auch wir das Tier in uns tragen.

Schauen wir zur Verdeutlichung mal etwas genauer hin. Was tun die großen Jäger dieser Erde um zu überleben? Und nicht nur was sie tun, sondern vielmehr wie sie es tun. Welche Strategien haben sie sich zu eigen gemacht und aufs äußerste perfektioniert?     

Beginnen wir mit dem Leoparden. Er nutzt die TARNUNG, um sich an seine Beute heranzuschleichen. So wie das Chamäleon seine Farbe wechselt, um sich an die Umgebung perfekt anzupassen.

Betrachten wir nun die Wildhunde. Sie erlegen gern auch Tiere, die zwölfmal so groß sind wie sie selbst. Und das gelingt ihnen nur, weil sie im Rudel jagen. Ihr perfekt aufeinander abgestimmtes Vorgehen sichert ihnen ihr Überleben. Sie hetzen ihre Beute bis zur Erschöpfung, um es dann spielerisch zu überwältigen. Hier ist die Strategie TEAMARBEIT.

Gehen wir weiter in den Dschungel. Dort finden wir die Gottesanbeterin. Ihre Devise lautet STILLSTEHEN: „Wer sich zuerst bewegt, der hat verloren!“

Oder schauen wir zu den Regenwaldflüssen von Madagaskar. Hier finden wir – im wahrsten Sinne des Wortes und wie sie bewundernd in der Doku genannt wird – die „Spiderwoman“. Um über das Wasser zu gelangen, hat sich die Webspinne eine ganz besondere Technik einfallen lassen. Sie versprüht lange Seidenfäden, die von der Luft gebunden und vom Wind in eine 25 Meter lange Brücke verwandelt werden. Diese Spinnenfäden besitzen eine erstaunliche Eigenschaft. Obwohl sie sehr leicht und elastisch sind, ist es die stabilste Naturfaser überhaupt. Man mag es kaum glauben – sogar härter als Stahl. Hier heißt die Strategie: VERBINDEN! Oder anders gesagt: eine BRÜCKE BAUEN!

In Tansania lebt wohl der geduldigste Räuber der Welt. Mit bis zu 5 Meter lang und 700 Kg schwer gehört das Krokodil wohl zu den größten Raubtieren. Und seine letzte Mahlzeit war vor einem Jahr. Es wartet geduldig auf die Ankunft der Gnus. Diese machen jedes Jahr Rast an der Wasserstelle, um nach der langen Wanderung zu trinken. Doch bis dahin muss das Krokodil bewusst mit seiner Energie haushalten.

Endlich, es ist soweit! Die Gnus sind da. Und wie es mit den Kindern so ist, die Kälber ahnen nichts von der lauernden Gefahr im Wasser. Die ersten Angriffe scheitern, so dass sich das etwas eingerostete Krokodil einer weitaus effizienteren Technik bedienen muss: Baumstamm spielen! Es liegt also reglos wie ein Stück Holz im Wasser und wartet ganz ruhig direkt unter den durstigen Schnauzen der Gnus. Und plötzlich schnappt es zu! Die Überlebensstrategie heißt hier: GEDULD!

Doch erheben wir uns jetzt in die Lüfte! Die Falken brüten in Sibirien und machen sich dann auf den Weg nach Südafrika. Sie überqueren 14 Länder, 2 Kontinente und einen Ozean – mit Zwischenstopp in Indien. Man stelle sich vor: eine Million Greifvögel, die Nahrung suchen. Ihre Beute sind Millionen von Termiten, die ihre Bauten verlassen. Diese Insekten sind kalorienreich, und die Falken können somit ihr Körpergewicht verdoppeln. Kein anderer Greifvogel nimmt solche großen Strapazen auf sich. 22.000 Km fliegen sie insgesamt. Hier ist AUSDAUER gefragt!

Und zu guter Letzt der Gepard. Wie bei allen Raubtieren erhöht sich der Druck, sobald Nachkommen zu versorgen sind. Bei den Geparden sind die Jungen mit 8 Monaten immer noch abhängig von der Mutter. Das bedeutet, sie muss jeden Tag eine Gazelle erlegen. Die Gepardin weiß ganz genau, dass sie ihre Höchstgeschwindigkeit nur wenige Sekunden halten kann, daher müssen Haken und Ausweichmanöver erlernt werden. Denn schon der kleinste Fehler rächt sich bitter. SECHS von SIEBEN Anläufe braucht es in der Regel! Hier geht es um die EINTEILUNG DER KRÄFTE und SCHNELLIGKEIT!

Und nun betrachten wir UNS. Was können wir von unseren Mitbewohnern auf dieser Erde lernen?

Nicht jeder Versuch kann gelingen! Dies ist ein Gesetz der Natur. Und die Tiere haben uns etwas ganz Wichtiges voraus. Sie verzweifeln nicht! Sie denken nicht wie wir: „Oh je, ich kann nichts. Ich bin ein Versager. Ich bin zu blöd, um dies oder jenes zu tun!“ Im Gegenteil, sie machen einfach weiter und versuchen es von Neuem. Ja, sie nehmen ihre Niederlagen an und schauen sich gleich nach der nächstbesseren Gelegenheit. Sie vertrauen, ohne es zu wissen, dass sie vertrauen. Sie sind EINS mit der Natur und ihrem inneren Programm. Ein Falke käme nie auf die Idee, die Strategie des Krokodils anzuwenden. Da würde er jämmerlich verhungern. Jedes Tier hat in seinem Element seine ganz spezifischen Werkzeuge. So wie sich jeder Mensch seine ganz individuellen Methoden und Überlebensstrategien angeeignet hat. Doch er kann noch viel mehr! Der Mensch besitzt die Fähigkeit, all diese hier beschrieben Taktiken zu erlernen und vor allem sie auch anzuwenden. Je nach Situation ist es ihm möglich, sich der einen oder anderen zu bedienen. Dies erfordert jedoch Bewusstheit und ein Handeln, das im Einklang mit den Rhythmen des Lebens steht.

Frage Dich, welcher Jagdtyp Dir am ähnlichsten ist und Du beginnst Deinen eigenen Rhythmus von Erfolg und Niederlage, von Stillstand und Vorankommen besser zu verstehen; und Du lernst, sie als natürlichen Prozess anzunehmen. Arbeite nicht dagegen an und versuche nicht etwas zu tun, was weder Deinem Wesen noch Deinem Umfeld entspricht.

Bist Du eher der Einzelgänger oder schreibst Du Teamgeist ganz groß? Verhältst Du Dich eher ruhig und beobachtest Du erst eine Weile das Marktgeschehen, bevor Du zuschlägst? Suchst Du nach Angeboten und überlegst Du dreimal, bis Du Dir etwas kaufst oder ein Projekt in Angriff nimmst?

Bist Du eher der Geduldsmensch oder eher der Draufgänger- bzw. Sprintertyp? Brauchst Du jeden Tag eine neue Herausforderung oder fokussierst Du Dich lieber auf langfristige Ziele? Mit welchem Werzeug bist Du ausgestattet? Wie erreichst Du Deine Ziele? Mit Taktik oder mit Fleiß und harter Arbeit? Führst Du gern die Schwächeren oder legst Du Dich lieber mit großen Fischen an? Bist Du genügsam mit kleinen Erfolgen, oder suchst Du die große Beute?

Ob nun Geduld, Schnelligkeit, Ausdauer, Tarnung oder andere ausgefallene Strategien, jeder Mensch besitzt wie jedes Tier eine große Gabe, die er nutzen und respektieren sollte. Versuche daher nicht, etwas anderes zu sein, als Du bist. Nutze die vielen anderen Strategien zum richtigen Zeitpunkt, aber zwinge Dich nicht, sie perfekt zu können. Das Jagdmodell, das Dir auf natürliche Art und Weise gegeben wurde, darauf stütze und verlasse Dich! Denn nur diese Strategie führt Dich ans Ziel. Vor allem spiele mit den Möglichkeiten! Und verzage nicht, wenn Du nicht sofort bekommst, was Du haben willst!

„Wie alle Raubtiere kannst Du die große Jagd nur immer wieder versuchen!“ Und denke daran: „Die oberste Dschungelregel lautet: GEDULD!“

 Die Wahrheitsforscher.

Der Inhalt dieses Beitrages ist angelehnt an die TV-Dokumentation Auf Leben und Tod (1), Quelle: Das Erste 09.01.2017 | 44 Min. | UT | Verfügbar bis 16.01.2017 in der Mediathek. Es lohnt sich, sie anzusehen! :-) (Inhalt: Der ewige Wettstreit zwischen Jäger und Gejagten bietet seit jeher dramatischste Szenen in der Natur. Für beide geht es dabei um Leben und Tod. „Die große Jagd“ enthüllt die außergewöhnlichsten Strategien von Raubtieren, Beute zu machen.)

Das Motiv dieses Artikels stammt aus dem Spiel Dixit (5)/Libbelud von Jean-Louis Roubira und Franck Dion. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ Dieses Spiel für die ganze Familie entführt die Spieler in eine zauberhafte Welt.

Ein Bild sagt merh als tausend Worte.
Motiv aus Kartenspiel Dixit 5