Frühjahrsputz ist Seelenhygiene!

So wie wir jeden Tag die Zähne putzen, duschen, frische Kleidung anziehen und unsere Wohnung sauber machen, sollten wir auch unseren Gefühls- und Gedankenhaushalt reinigen. Denn Gründe, warum in unserem Leben etwas nicht so richtig funktioniert, sind verstopfte und verdreckte Ecken, die wir nur allzu gern ignorieren. Mit anderen Worten: Dinge, die wir unter den Teppich kehren oder in die Schublade stecken! Ja, genau jene dicken Staubflusen, die uns wie negative Worte um die Ohren fliegen und in unseren Köpfen Karussell fahren.

Hast Du auch so viel Kram angesammelt? Alte Kisten mit Kleidung, die Du nicht mehr anziehst? Oder ausrangiertes Spielzeug, das verstaubt im Keller weint; und Schuhe, die nur noch dem kurzen Gang ums Haus dienen? Wie viele Bücher liegen bei Dir herum, die Du nie gelesen hast? Altes Geschirr, das längst nicht mehr vollzählig ist? Oder sammelst Du verzierte Gläser von abgebrannten Duftkerzen, nur um sie irgendwann nochmal mit einem Teelicht zu erhellen?

Wir sammeln so viel unnützes Zeug, dass wir keinen Raum mehr haben für Neues. Und wenn wir uns aufraffen, endlich mal auszumisten, überlegen wir bei jedem Ding, ob wir es nicht doch noch irgendwann mal brauchen. Zwar sagen wir, dass es sich nur um Gerümpel handelt, doch all diese Dinge spiegeln einen Gedanken, ein Gefühl oder eine Erinnerung wieder, die wir nicht loslassen wollen.

Nein, Du brauchst diesen alten Kindersitz nicht mehr, Dein Sohn ist bereits 12 Jahre alt. Und bis Du Enkelkinder hast, wird es wahrscheinlich schon fliegende Untertassen geben! Nun, warum ihn nicht in die Kleinanzeigen stellen oder einer alleinerziehenden Mutter aus’m Kiez eine Freude machen?

Du be-schwerst Dich mit Sachen, die Deine Lebenskraft bremsen. Willst Du das ändern? Dann mache Dir zur Gewohnheit, alles aus Deinem Leben zu entlassen, was Du mehr als ein Jahr lang nicht mehr angefasst hast! Und wann ist ein besserer Moment als JETZT? Jetzt, wo die Sonnenstrahlen liebevoll an Dein Fenster klopfen, während Du Pullover und Winterjacken verstaust.

Schau Dir an, was Du gebunkert hast! Was glaubst Du? Warum sind so viele Bereiche in Deinem Leben noch undurchsichtig und schwer zu handhaben? Weil Du nicht richtig reine machst!

Auch in emotionalen Belangen müssen wir lernen, uns sauber zu machen. Immer und immer wieder dieselben Geschichten erzählen, an denselben Konflikten kauen und sie dann unverdaut in die Ecke stellen. Was ist das anderes als ein verstaubter Karton mit leblosem Spielzeug drin? Zwar spielen wir nicht mehr damit, aber wir wollen auch nicht, dass andere damit spielen. Warum?

Was hat uns zu Festhaltern und Klammeraffen gemacht? Wie soll denn ein neues Auto in die Garage fahren, wenn das Alte noch darin steht und vor sich hin rostet?

Wir müssen Platz schaffen und zwar in allen Räumen – im dunklen Keller ebenso wie in der verschlossenen Kammer unseres Herzens.

Ein weißes Lächeln reicht nicht aus, um sein Leben wieder leicht zu machen. Da können wir Zähne putzen so viel wir wollen. Jeder, der unseren Weg kreuzt, wird spätestens beim ersten Besuch die Wahrheit sehen. Verdrängtes wird so oder so ans Licht gebracht werden – warum dann nicht selbst die Initiative ergreifen?

Warum noch mit einem Menschen zusammen sein oder an jemandem festhalten, dessen Herz längst von uns getrennt schlägt und der/die nur aus Bequemlichkeit bei uns bleibt? Warum an einer Wohnung festhalten, die längst keine Wärme mehr ausstrahlt? Warum schmerzhafte Erinnerungen in die Länge ziehen, wenn doch die Freude an Deine Tür klopfen möchte.

Reiße Deine Türen und Fenster auf! Lass wieder Licht herein und lass jede Staubfluse vom Wind hinausfegen! Mach Dich frei von Ballast und freue Dich auf das, was jetzt in Deinem Leben erscheinen möchte! Gib frei, was Dir nicht mehr dient und reiche es einem Menschen, der es dringend braucht!

Ja, wir wünschen uns große Erfahrungen, einen liebevollen Partner, einen neuen Job und vieles mehr. Aber um all das in unser Leben zu ziehen, müssen wir erst einmal Platz schaffen. Frühjahrsputz ist mehr als nur das Ausmisten unserer Dachböden und Keller – es ist die Reinigung unserer Seele.

Und wer einmal die Freude in den Augen der Nachbarskinder beim Durchwühlen einer Spielzeugkiste erblickt hat, der weiß, was es heißt: LEICHT zu SEIN. Denn mit jedem noch so kleinen Ding verschenken wir uns selbst!

Und das Leben hüpft retour!

Motiv aus dem Kartenspiel Dixit (2)

Das Motiv dieses Artikels stammt aus dem Spiels Dixit (2) / Libbelud von Jean-Louis Roubira. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ Dieses Spiel für die ganze Familie entführt die Spieler in eine zauberhafte Welt.

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Veröffentlicht von

Peggy Rockteschel

PEGGY ROCKTESCHEL Autorin, individuelle PR und Glückbringer.in "Jeder Mensch hat tief in sich eine Idee, von dem, was er sein will und warum er hier ist. Ich begleite Dich auf dem Weg des Erkennens und das Umsetzen in die gelebte Erfahrung. In einer INDIVIDUELL gestalteten BERATUNG erhältst Du das Werkzeug zur KLÄRUNG Deiner persönlichen Themen und lernst das Wahr-Nehmen Deiner beruflichen MÖGLICHKEITEN."

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